/ 11.06.2013
Sibylle Reinhardt
Werte-Bildung und politische Bildung. Zur Reflexivität von Lernprozessen
Opladen: Leske + Budrich 1999 (Schriften zur politischen Didaktik 34); 168 S.; kart., 33,- DM; ISBN 3-8100-2483-XDie Kontroverse zur Werte-Bildung besteht nicht nur in bezug auf die Frage, welche Werte und Tugenden vermittelt werden sollten, sondern ob moralische Bildung überhaupt im Rahmen schulischen Unterrichts möglich und sinnvoll ist. Dennoch stehen Werte und Normen nicht nur im Mittelpunkt der Identitätsfindung und Integration des Individuums; sie stellen darüber hinaus ein reiches Konfliktpotential für politische Entscheidungen dar. Der Streit um Werte und moralische Fragen verlangt das Verstehen unterschiedlicher Begründungsarten, das Verstehen des anderen ebenso wie die Distanz zur eigenen Position. Die Autorin erarbeitet verschiedene didaktische Wege zur Reflexion auf Werte und verdeutlicht methodische Aspekte anhand von Unterrichtsbeispielen. Politische Urteilsbildung ist von ihren moralischen Grundlagen nicht zu trennen. Somit sollten Wertkonflikte nicht nur sozialwissenschaftliche Beachtung finden, sondern auch in der politischen Bildung.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 2.23
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Sibylle Reinhardt: Werte-Bildung und politische Bildung. Opladen: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10288-werte-bildung-und-politische-bildung_12171, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12171
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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