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Thema: Bundestagswahl

Partizipation durch Dialog?
Mobilisierungsstrategien politischer Akteure im Bundestagswahlkampf 2017

geh waehlen flickr 9869853045 1efd1519cd cUm Wähler*innen zu mobilisieren, wurden im Bundestagswahlkampf 2017 vermehrt Strategien der direkten Wahlkampfkommunikation eingesetzt.
© Dennis Skley, flickr, Lizenz: CC BY-ND 2.0
Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 haben Parteien vermehrt auf Strategien direkter Wahlkampfkommunikation gesetzt. Durch persönliche Ansprache, etwa im Haustürwahlkampf oder durch die sozialen Medien, wurde versucht, potenzielle Wähler*innen zur Stimmabgabe zu mobilisieren. Inwieweit dies gelungen ist und ob Parteien darüber hinaus Bürger*innen zur politischen Partizipation anregen können, haben Stephanie Geise und Nicole Podschuweit mit einer qualitativen Befragung der Wahlkampfexpert*innen von fünf Parteien untersucht. Zunächst setzen sie sich demokratietheoretisch mit der Bedeutung und den Anforderungen der Partizipation auseinander und stellen eine Typologie der direkten Wähleransprache vor, wobei sie idealtypisch zwischen informationalen, interaktionalen, explizit partizipativen sowie beziehungsbildenden Strategien unterscheiden. Die Interviews haben ergeben, dass alle Parteien verschiedene Möglichkeiten der direkten Wähleransprache nutzen, wobei sie sich besonders auf informationale Strategien konzentrieren. Der direkte Dialog erweise sich oft als Akt symbolischer Politik und es bleiben partizipative Potenziale ungenutzt. „Die Kommunikation scheint hier auf ein tendenziell paternalistisches Verständnis der Beziehung zwischen ‚politischer Elite‘ und Bürgerinnen und Bürgern zu rekurrieren“, heißt es im Fazit.
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Thema: Donald Trump

Der Populismus von FOX
Konservatismus und Arbeiterklasse

Kulturpolitik in Thueringen

Reece Peck bietet eine detaillierte Analyse der Performance und Strategien des Fernsehsenders FOX. Dieser nehme in den USA im Bereich der politischen Information eine Führungsrolle ein. Bedeutsam seien vor allem die indirekten Methoden des Senders und Marketingstrategien, mit denen die Nachrichtenprogramme politische Assoziationen durch soziale Identifikationen und kulturelle Marker schaffen, so Rezensent Vincent Wollf. Pecks Grundfrage lautet: Wie hat FOX es geschafft, im Zuge der Finanzkrise, konservative Wirtschaftspolitik als Politik für die Arbeiterklasse zu vermitteln?

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Rezension

Die ratlose Außenpolitik
Warum sie den Rückhalt der Gesellschaft braucht

„Außenpolitik wächst aus der Innenpolitik“, so die These des früheren Diplomaten Volker Stanzel, der unter anderem deutscher Botschafter in Japan und China war. Er plädiert für eine Aufwertung zivilgesellschaftlichen Handelns im Bereich der Außenpolitik. Stanzel CoverDenn eine auf Teilhabe und Mitverantwortung basierende Außenpolitik biete den Bürgern die Möglichkeit mitzubestimmen, wie mit außenpolitischen Problemen unseres Landes umgegangen werden sollte. Eine legitime Außenpolitik bedürfe zwingend der Legitimierung durch die eigenen Bürger. Und eine intelligente Außenpolitik benötige die Handhabe, „auf die Akteure eines Krisendramas Einfluss auszuüben.“ Der Autor benennt „Irrtümer“ deutscher Außenpolitik nach 1989, wie etwa die sogenannten Out-of-Area-Einsätze der Bundeswehr, die mit dem Jugoslawien-Konflikt einetzten und in Deutschland große Wellen schlugen. Sie entsprachen überhaupt nicht der Vorstellungswelt des Grundgesetzes beziehungsweise der Außen- und Militärpolitik. Vor allem habe es an der aktiven Bereitschaft gemangelt, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Zur Erlangung eines neuen außenpolitischen Konsenses führt Stanzel mehrere Faktoren an, wozu er etwa die Offenheit der Gesellschaft und einen Vertrauenszuwachs zählt. Ferner gelte es, das Subsidiaritätsprinzips auf der europäischen Ebene zu implementieren.

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Thema: Demokratie gestalten

Lokales Demokratie-Update
Wirkungen von Bürgerbeteiligung

Oft schieben Verwaltungen dialogorientierte Beteiligungsmöglichkeiten an, um Bürger*innen bei konkreten Planungen oder Entscheidungen einzubinden. Wie wirken sich solche Dialogverfahren – als dritte Säule zwischen direkter Demokratie und Repräsentation – auf die Akzeptanz staatlicher Entscheidungen und die erhöhte Partizipation von Bürger*innen aus? Sabine Wagner untersucht Einflussfaktoren der lokalen Demokratiequalität in sechs kleineren Mittelstädten und gelangt zu dem Ergebnis, dass Dialogverfahren die lokale Demokratie verbessern.

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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Agenda 2030

Post-2030-Agenda und Weltraum
Die SDGs über 2030 hinaus

Es geht um die Frage, inwieweit eine nachhaltige Entwicklung langfristig, auch über 2030 hinaus, gesichert werden kann. Die Autor*innen vermitteln Denkanstöße und beziehen dabei den Weltraum mit seinen unterschiedlichen Implikationen in ihre Gedanken ein. Da er zur globalen Umwelt gehöre und schützenswert sei, ähnlich wie Wasser und Luft, wird beispielsweise erwogen, eine internationale „technical diplomacy“ für den Weltraum zu schaffen. Auch die Weltraumforschung könne zur Entwicklung von neuen Technologien führen, die der gesamten Erde dienten.

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