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Thema: Armut im Wohlstand

Die Gesichter der Armut
Ursachen, Folgen und mögliche Auswege – eine Übersicht

Foto: KarosaGraffiti in Hamburg-Wilhelmsburg, Foto: KarosaArmut ist ein vielgestaltiges Phänomen. Sie kann öffentlich erkennbar sein, etwa in Gestalt von Obdachlosen, sich nur latent andeuten oder lediglich im privaten Umfeld wahrnehmbar sein. Gravierend ist auch die steigende Erwerbsarmut, also der Umstand, mit der eigenen Arbeit kein ausreichendes Einkommen erzielen zu können. Nicht zu unterschätzen ist zudem das Ausmaß der verdeckten Armut, da nicht alle Betroffenen die ihnen zustehenden staatlichen Hilfeleistungen in Anspruch nehmen. Vielfach treffen mehrere Belastungen wie ungesicherte Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit, mangelnde Ausbildung, Krankheit usw. gleichzeitig zusammen. Zu den besonders von Armut bedrohten Gruppen gehören Alleinerziehende, Arbeitslose, kinderreiche Familien, Kinder aus von Armut und sozialer Ungleichheit betroffenen Familien sowie Frauen im Alter. Ihnen gemeinsam ist häufig das Gefühl, in dieser Gesellschaft nichts wert zu sein. In diesem Digirama werden Studien, Aufsätze und Berichte vorgestellt, die die einzelnen strukturellen Facetten der Armut näher beleuchten, auf die Auswirkungen von sozialer Ungleichheit für Wirtschaft und Politik eingehen sowie mögliche Auswege aufzeigen. Deutlich wird dabei auch, dass die lange kaum thematisierte Verteilungsfrage neuerdings an Brisanz gewinnt.
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Thema: China

Die Welt des Xi Jinping
Das neue China

Cover Die Welt des XiKerry Brown bietet keine kritische Besprechung der chinesischen Regierungspolitik oder der neuen Ideologisierung, sondern interpretiert Xi Jinpings Handlungsmotive und erläutert so dessen Politik. Gefragt wird nach seinen Absichten, aber auch, welche Erfolge er vorweisen kann. Das Fazit fällt nüchtern aus: Brown sieht die einzige Aufgabe Xis aktuell darin, die bis dato erfolgreiche Entwicklung der Volksrepublik „nicht kaputt“ zu machen. So plausibel die Darstellung insgesamt ist, fehlt dennoch eine Problematisierung der Gefahren durch den erstarkenden Nationalismus – für China selbst, aber auch für dessen internationale Rolle.

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Thema: Demokratie gestalten

Politische Repräsentation in Frankreich und Deutschland
Einstellungen von Bürgern und Abgeordneten

 Die von Emmanuel Macron gegründete Bewegung La République en marche suchte intensiv den Kontakt zu den Bürgern. Foto: Veranstaltung im Juni 2017 mit Jean Viard und Brune Poirson, die beide für die Nationalversammlung kandidierten. Foto: Marianne Casamance / https://bit.ly/2Wt1cym / CC BY-SA 4.0In einem Ländervergleich arbeiten die Autor*innen des Sammelbandes „Political Representation in France and Germany. Attitudes of Citizens and MP's“ sowohl das Selbstverständnis der Abgeordneten in den nationalen Parlamenten hinsichtlich ihrer politischen Arbeit als auch ihr Verhältnis zu ihren Wählern heraus. Außerdem wird gefragt, welche Faktoren dazu führen, dass sich der Bürger ausreichend repräsentiert sieht – im Hintergrund stehen dabei durchaus das insgesamt eher schlechte Ansehen der Politiker und vor allem die immer wieder festgestellte Distanz zwischen ihnen und ihren Wählern. Deutlich wird zunächst, dass deutsche und französische Abgeordnete in doch sehr unterschiedliche politische Kulturen und Traditionen eingebunden sind, sodass an sie auch verschiedene Erwartungen formuliert werden. Während sie in Frankreich – vor allem durch Ämterhäufung, etwa in Personalunion als Bürgermeister – stärker in lokale Netzwerke eingebunden sind und zugleich eher nationalstaatlich denken, führt der Bundestag als Arbeitsparlament tendenziell eher zu einer Trennung vom Wähler. Direktdemokratischen Instrumenten wird in diesem Band, der herausgegeben wird von Oscar W. Gabriel, Eric Kerrouche und Suzanne S. Schüttemeyer, indes eine Absage erteilt, da sie nicht zu einer insgesamt verantwortungsvolleren Politik führten.
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Thema: Deutschland im Energiewandel

Nachhaltigkeitssteuerung
Die Schweizer Energiepolitik

Wie lassen sich Gesellschaften zu einer nachhaltigeren Lebensweise bewegen? Sind neue, weniger auf hierarchische Steuerung als auf Partizipation und Selbstregulierung setzende Governanceformen besser geeignet, um eine Nachhaltige Entwicklung zu fördern? Am Beispiel der Schweizer Energiepolitik untersucht der Nachhaltigkeitsforscher Philipp Lange unterschiedliche Modi und Dimensionen von Governance und verdeutlicht deren Stärken und Schwächen. Dabei deuten die Fallstudien nicht darauf hin, dass bestimmte Formen von Governance besser für die Nachhaltigkeitssteuerung geeignet wären als andere.
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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Repräsentation durch Wahlen

Die ideale Minderheitsregierung
Kriterien und Bedingungen

Im Gegensatz etwa zu den skandinavischen Ländern, in denen Minderheitsregierungen gleichsam an der Tagesordnung sind, ist die politische Erfahrung mit dieser spezifischen Regierungsform in Deutschland überschaubar. Im Fachdiskurs gilt sie zumeist als instabil und irrational. Martin Pfafferott beansprucht mit seiner Dissertation, diese vermeintliche Irrationalität zu widerlegen. Anhand von drei Fallstudien untersucht er die Entstehungsbedingungen, Entscheidungsprozesse und Ergebnisse von Minderheitsregierungen, um hieraus die „ideale Minderheitsregierung“ charakterisieren zu können.

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