/ 03.06.2013
Roland Schopf
"Weltereignis oder Randerscheinung" Der Spanische Bürgerkrieg im Schulbuch 1936 - 1993
Münster: Lit 1996 (Politik & Kultur 4); 172 S.; geb., 48,80 DM; ISBN 3-8258-2610-4Im 20. Jahrhundert stellt der Spanische Bürgerkrieg eines der wenigen unter Zeitgenossen wie der Nachwelt gleichermaßen leidenschaftlich umstrittenen Ereignisse dar, dessen Darstellung und Bewertung durch die Geschichtsschreibung im Laufe von fünf Jahrzehnten ein ähnlich widersprüchliches, vielfach von politischen Interessen bestimmtes Bild bietet. Einen wesentlichen Aspekt dieses Bildes stellt die vorliegende Untersuchung vor. Anhand einer Fülle von Textbeispielen wird die Entwicklung des Geschichtsbildes vom Bürgerkrieg rekonstruiert, wie sie in deutschen Schulbüchern zwischen den vierziger und neunziger Jahren feststellbar ist. Im Zentrum steht dabei - neben der Analyse allgemeiner Entwicklungsphasen - der Vergleich zwischen Texten aus Geschichtsbüchern der BRD und der DDR sowie aus deutschen Schulbüchern nach dem Ende des Kalten Krieges. Zur Einführung in die historiographische Kontroverse im Hintergrund der Schulbuchdarstellungen werden einschlägige Urteile aus internationalen Lexika und Handbüchern aufgeführt, hinzu kommt ein Überblick über die Darstellung in spanischen Unterrichtsbüchern während der Franco-Diktatur.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.61 | 2.23 | 2.25
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Roland Schopf: "Weltereignis oder Randerscheinung" Münster: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1855-weltereignis-oder-randerscheinung_2139, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 2139
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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