/ 18.06.2013
Paul Weß
Welche soziale Identität braucht Europa? Essay. Mit einem Geleitwort von Kardinal Franz König und einem Nachwort von Erhard Busek
Wien: Czernin Verlag 2002; 142 S.; brosch., 14,- €; ISBN 3-7076-0148-XDer Innsbrucker Pastoraltheologe und Philosoph Weß beleuchtet den idealistischen Begriff der "europäischen Seele" als Basis einer Wertegemeinschaft, den er unter den Terminus der "sozialen Identität" fasst. Um eine Gemeinschaft zu werden, muss Europa - so der Autor - zu einer tragfähigen sozialen Identität finden. Zu diesem Zweck sollten die Politiker einen Meinungsbildungsprozess anregen, die verschiedenen Grundformen sozialer Identität sollten zur Diskussion gestellt werden. Das bisherige Fehlen derselben ist für ihn die Ursache für die Probleme im Umgang mit Fremden - auch bisher fremden religiösen Kulturen. "Eine geklärte und prinzipiell offene soziale Identität [...] ist Voraussetzung für einen gerechten Umgang mit den Menschen und den Völkern außerhalb der Union und somit für die Erweiterung derselben sowie für ihren Beitrag zur Lösung der Probleme in einer globalisierten Welt." (120) Abgerundet wird der Essay durch ein Vorwort Kardinal Königs "Das neue Europa auf dem Weg zu sich selbst" und ein Nachwort von Busek, EU-Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.1
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Paul Weß: Welche soziale Identität braucht Europa? Wien: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17631-welche-soziale-identitaet-braucht-europa_20317, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20317
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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