/ 04.06.2013
Ingrid Hauschild
Von der Sowjetzone zur DDR. Zum verfassungs- und staatsrechtlichen Selbstverständnis des zweiten deutschen Staates
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1996 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 1925); 176 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-49267-7Diss. Pädagogische Hochschule Zwickau. - "Der saubere Beweis für die Tatsache, daß die marxistisch-leninistische Verfassungs- und Staatstheorie keine demokratisch und wissenschaftlich haltbare Begründung von wahrer Volkssouveränität vermitteln kann, soll geführt werden." (14) Dieses Ziel will die Autorin durch eine systemimmanente Kritik des DDR-Selbstverständnisses erreichen. Man kann sich fragen, ob wir eine solche Abhandlung wirklich dringend benötigen. Die Apostrophierung Bodins als "Rechtsphilosoph der Aufklärung" (21) und die sehr simplen Betrachtungen zu Rousseau (25) können nicht beruhigend wirken. Die Sprache der Arbeit bleibt umständlich, und v. a. gegen Ende werden mehr und mehr ausführliche Zitate aneinandergereiht (etwa 108 ff.). Insgesamt bleibt der Eindruck, daß diese bereits 1992 vorgelegte Dissertation fünf Jahre später nicht unbedingt hätte gedruckt werden müssen.
Inhaltsübersicht: 1. Das staatsrechtliche Selbstverständnis des Staates DDR - Der Zusammenhang von Volkssouveränität und Verfassungstheorie in der marxistisch-leninistischen Revolutions- und Staatstheorie; 2. Der Versuch einer staatsrechtlichen Profilierung des Staates DDR; 3. Die Umsetzung der Verfassung von 1949 und die Entwicklung des Staates DDR.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.313
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Ingrid Hauschild: Von der Sowjetzone zur DDR. Frankfurt a. M. u. a.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3469-von-der-sowjetzone-zur-ddr_4578, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4578
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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