/ 11.06.2013
Bernhard Schlink
Vergangenheitsschuld und gegenwärtiges Recht
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2002 (edition suhrkamp 2168); 156 S.; 8,50 €; ISBN 3-518-12168-5Beim Umgang der Gesellschaft mit der Vergangenheit, namentlich mit der nationalsozialistischen, wird zumeist Vergangenheitsbewältigung und nicht Verdrängung als angemessen betrachtet. Doch zugleich ist ein Loslassen notwendig, ein Ruhenlassen-können, das Zukunft möglich macht, statt einer nicht enden wollenden Fixierung auf Vergangenes. Der Autor, selbst Mitglied der Nachkriegsgeneration, Bestsellerautor, Professor für Rechtsphilosophie und Richter, lotet dieses Spannungsverhältnis aus vorwiegend rechtlicher Perspektive aus. Dabei sind die einzelnen, teilweise bereits anderweitig publizierten Beiträge allesamt allgemein verständlich geschrieben und erfordern keine juristischen Vorkenntnisse.
Inhalt: Recht - Schuld - Zukunft (1988); Rechtsstaat und revolutionäre Gerechtigkeit (1994); Vergangenheit als Zumutung? (1995); Die Bewältigung von Vergangenheit durch Recht (1998); Unfähigkeit der Staatsrechtswissenschaft zu trauern?
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.35 | 5.44
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Bernhard Schlink: Vergangenheitsschuld und gegenwärtiges Recht Frankfurt a. M.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12008-vergangenheitsschuld-und-gegenwaertiges-recht_14328, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14328
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA