/ 11.06.2013
Hilde Schmölzer
Revolte der Frauen. Porträts aus 200 Jahren Emanzipation
Wien: Ueberreuter 1999; 351 S.; Ln., 48,- DM; ISBN 3-8000-3738-6In Kurzbiographien wird das Leben berühmter und weniger bekannter Frauenrechtlerinnen skizziert, die sich seit der Französischen Revolution für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen eingesetzt haben. Dargestellt werden das jeweilige historische Umfeld, die jeweiligen politischen und sozialen Bedingungen, unter denen die Frauen agierten und die äußeren und inneren Hindernisse, gegen die sie anzukämpfen hatten. Ausgewählt wurden nicht nur Frauenleben, die bereits andernorts ausführlich gewürdigt wurden, sondern es finden sich auch Frauenleben, die lediglich in Fragmenten erhalten geblieben sind. Unter den ausgewählten Frauen befinden sich etwa Olympe de Gouges, Théroigne de Méricourt, Mary Wollstonecraft, Henriette Herz, Rahel Varnhagen, Dorothea und Caroline Schlegel, Bettina von Arnim, Fanny Lewald, George Sand, Flora Tristan, Mathilde Franziska Anneke, Louise Otto-Peters, Helene Lange, Gertrud Bäumer, Hedwig Dohm, Minna Cauer, Helene Stöcker, Clara Zetkin, Lily Braun. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wird nur noch kurz gestreift – einzig das Leben Simone de Beauvoirs behandelt Schmölzer ein wenig ausführlicher. Der Text kommt ohne Belege respektive einen Anmerkungsapparat aus; eine Liste der verwandten Literatur findet sich am Ende des Buches.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.27 | 2.36
Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Hilde Schmölzer: Revolte der Frauen. Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10117-revolte-der-frauen_11965, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11965
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Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
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