/ 04.06.2013
Siegward Lönnendonker (Hrsg.)
Linksintellektueller Aufbruch zwischen "Kulturrevolution" und "kultureller Zerstörung" Der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) in der Nachkriegsgeschichte (1946-1969) Dokumentation eines Symposiums
Opladen: Westdeutscher Verlag 1998 (Schriftenreihe des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin 83); XII, 336 S.; kart., 68,- DM; ISBN 3-531-13099-4Ziel des bereits im Juni 1985 an der Freien Universität Berlin abgehaltenen Symposiums, an dem bis zu 300 Personen teilgenommen haben, war es, "Hilfestellungen und Beiträge von Aktivisten der Studentenbewegung der Bundesrepublik, insbesondere aus den sechziger Jahren, zu erhalten, um 'die Geschichte des SDS festzuschreiben'[, ... sie] sozialwissenschaftlich und damit kritisch-analytisch wenigstens für einen bestimmten Zeitraum zu fixieren" (4). Das Symposium ist Bestandteil eines am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung angesiedelten Forschungsprojektes zur "Bedeutung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) für außerparlamentarische Protestbewegungen im politischen System der Bundesrepublik in den fünfziger und sechziger Jahren". Bei diesem Tagungsprotokoll handelt es sich um den ersten Band des von des geförderten Projektes zum SDS. Die Vorarbeiten für die Veranstaltung hat das Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung geleistet, wo auch das Archiv "APO und soziale Bewegungen" angesiedelt ist.
Inhalt: "Krahl und Dutschke als Theoretiker": Referate: Ulrich Chaussy: (33-38); Bernd Rabehl: (38-44); Detlev Claussen (45-48); Diskussion (48-57). "Der SDS und die Tradition der Arbeiterbewegung nach 1945 bis zum Unvereinbarkeitsbeschluß durch die SPD": Referate: Heinz Brakemeier: (62-66); Frank Deppe (67-73); Diskussion (73-92). "Der Einfluß kritischer Theorien und der Universität auf den SDS": Referate: Harald Kerber: (93-100); Helmut Fleischer: (100-105); Alfred Krovoza: (105-112); Hermann Pfütze (112-117); Diskussion (118-129). "Der SDS, die Remilitarisierungsdebatte, die Verabschiedung der Notstandsgesetze und die Kampagne 'Enteignet Springer'": Referat: Hannes Schwenger (130-135); Diskussion (135-141); Referate: Hans Karl Rupp: (141-145); Manfred Rexin: (145-153); Karl A. Otto (153-159); Diskussion (159-174). "Das Trauma '68, der SDS und die Ordinarienuniversität": Referat: Thomas Mitscherlich (174-179); Diskussion (179-206). "Kulturrevolutionäre Vorstellungen im SDS und der Beginn einer neuen Frauenbewegung": Referate: Lutz von Werder: (207-211); K. D. Wolff: (211-214); Annemarie Tröger (214-220); Diskussion (220-234). "Internationale Solidarität und intellektuelle Wunschlandschaft": Referat: Walter Aschmoneit (235-242); Diskussion (242-251). "Parlamentarismuskritik und die Konzeption der Basisdemokratie": Referate: Ulrich K. Preuß: (252-263); Werner Süß: (263-269); Wolfgang Kraushaar (269-277); Diskussion (277-301). "Die Auflösung des SDS in etablierte Politik und die Extremposition von Kaderparteien und Partisanenabteilungen": Referat: Klaus Schroeder (302-310); Diskussion (310-331).
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.331 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Siegward Lönnendonker (Hrsg.): Linksintellektueller Aufbruch zwischen "Kulturrevolution" und "kultureller Zerstörung" Opladen: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5169-linksintellektueller-aufbruch-zwischen-kulturrevolution-und-kultureller-zerstoerung_6789, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6789
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA