/ 04.06.2013
Otto Brenner Stiftung (Hrsg.)
Krise des Flächentarifvertrages? Dokumentation eines Gesprächs der Otto-Brenner-Stiftung (Frankfurt am Main, 8. Dezember 1995)
Köln: Bund-Verlag 1996 (Schriftenreihe der Otto Brenner Stiftung 64); 150 S.; kart., 29,90 DM; ISBN 3-7663-2721-6Die erste Hälfte des Bandes enthält zwei Referate über den unter Beschuß geratenen Flächentarifvertrag und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Tarifrecht, die von Volker Rieble und Ulrich Zachert gehalten wurden. Es wird vor allem die (verfassungs-)rechtliche Problematik von Tariföffnungen und die Delegation von Regelungskompetenzen an den Betriebsrat erörtert. In der zweiten Hälfte werden die Diskussionsbeiträge dokumentiert. Die rechtlich orientierte Diskussion entzündet sich vor allem an der Frage, ob der Betriebsrat - wie von Rieble vorgetragen - als eine "Staatsveranstaltung" (77) qualifiziert werden kann. Grundsätzlich geht es um die Problematik, welche Legitimationsbasis für die Ausübung und Delegation von Handlungsbefugnissen die Tarifparteien bzw. der Betriebsrat benötigen und welche Handlungspflichten insbesondere den Gewerkschaften als Tarifpartei obliegen.
Martina Böhner (Bö)
Dr.
Rubrizierung: 2.342
Empfohlene Zitierweise: Martina Böhner, Rezension zu: Otto Brenner Stiftung (Hrsg.): Krise des Flächentarifvertrages? Köln: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3690-krise-des-flaechentarifvertrages_4941, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4941
Rezension drucken
Dr.
CC-BY-NC-SA