/ 11.06.2013
Diotima (Hrsg.)
Jenseits der Gleichheit. Über die Macht und die weiblichen Wurzeln der Autorität. Übersetzt von Dorothee Markert und Antje Schrupp
Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag 1999 (Aktuelle Frauenforschung); 192 S.; 20,40 €; ISBN 3-89741-023-0Dieser Band der Veroneser Philosophinnengruppe, der im italienischen Original 1995 erschienen ist, "handelt von der Krise des zu Ende gehenden Jahrhunderts, die auch eine Krise des zu Ende gehenden Jahrtausends ist" (7). Der Kern dieser Krise liegt für die feministischen Autorinnen in einem Punkt, den die Leser aus diesen Federn vielleicht nicht erwartet hätten: "Wir leben in einer gesellschaftlichen und persönlichen Unordnung, die daher kommt, daß uns der Sinn für Autorität fehlt." (8) Sie propagieren eine Trennung von Macht und Autorität und reklamieren Letztere als positiven Begriff in einem die Geschlechterdifferenz berücksichtigenden genuin weiblichen und mütterlichen Sinn.
Inhalt: Diana Sartori: "Du sollst." Ein mütterliches Gebot (11-44); Chiara Zamboni: Symbolische und gesellschaftliche Ordnung (45-69); Letizia Comba: Der Gehorsam (Brief an Diotima) (71-86); Wanda Tommasi: Die Arbeit des Knechts (87-119); Annarosa Buttarelli: Autorität hervorbringen, Macht abbauen (121-147); Luisa Muraro: Jenseits der Gleichheit (149-189).
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.27
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Diotima (Hrsg.): Jenseits der Gleichheit. Königstein/Ts.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11380-jenseits-der-gleichheit_13488, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 13488
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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