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/ 03.06.2013
Frithjof Hager (Hrsg.)

Im Namen der Demokratie. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus

Darmstadt: Primus Verlag 1997; 170 S.; 24,80 DM; ISBN 3-89678-045-X
Der Band beruht überwiegend auf Beiträgen zum Diskussionsforum "Ist unsere Demokratie in guter Verfassung?", das die Theodor-Heuss-Stiftung im November 1995 in Stuttgart veranstaltet hatte. Der Herausgeber, Leiter einer Forschungsgruppe für Audiovisuelle Soziologie an der FU Berlin, interpretiert die Aussage des Grundgesetzes, daß alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, mit dem Satz: "Die Bürger bestimmen über das Wohlergehen ihres Zusammenlebens selbst." (11) In dieser partizipatorischen Perspektive soll der Band dazu anregen, "Reflektion und Aktion zu verbinden" (12), etwa indem auch auf Bundesebene Volksbegehren und Volksentscheide eingeführt werden (Mayer/Nemitz, im wesentlichen ein Überblick über die Erfolgsstory der Bürgeraktion "Mehr Demokratie in Bayern"). Der Beitrag von Hirsch gibt einen gut lesbaren Überblick über die landläufige Kritik am Bundestag, mit gelegentlich aufschlußreichen Insider-Bemerkungen. Inhalt: Frithjof Hager: Vorwort (11 f.); Hildegard Hamm-Brücher: Einleitung (13 f.). Der Tatbestand: Marion Gräfin Dönhoff: Zivilisiert den Kapitalismus! Plädoyer für einen neuen Bürgersinn (17-22); Heribert Prantl: Mißbrauch der Politik (23-35); Wolfgang Ullmann: Grundrechte und Grundgesetz (36-40). Erziehung (Freiheit): Hildegard Hamm-Brücher: Die Bürgergesellschaft beginnt in der Schule (43-49); Fee Czisch: Demokratie für die Kinder (50-52). Geschlechterpolitik (Gleichheit): Helga Lukoschat / Barbara Schaeffer-Hegel: Mehr Frauen für mehr Demokratie (55-58); Gisela Poelke: Frauen in der Politik! (59-61); Thea Bauriedl: Lust zur Veränderung (62-64). Neue Bürger (Brüderlichkeit): Sedat Cakir: Ausländer werden Inländer (67-70); Beate Winkler: Interkulturelle Konflikte als Chance begreifen (71-76). Bürgerinitiativen (Partizipation): Ilse Bechthold: Leidenschaftlich demokratisch - eine vergessene Tradition (79-81); Thomas Mayer / Carsten Nemitz: Mehr direkte Demokratie: Perspektiven unmittelbarer Bürgerbeteiligung (82-88). Bildung/Kultur (Selbstbewußtsein): Frithjof Hager: Kultur Macht Demokratie (91-95); Peter Adena: Durch Wissensimport in die Zukunft - Innovative Jungunternehmen im ländlichen Raum (96-101); Richard Häusler: TU WAS - Zukunftsverantwortung als Bildungsaufgabe (102-108). Arbeit/Umwelt (Gerechtigkeit): Carola von Braun: Armut und Demokratie in Deutschland (111-121); Gabriele Müller-Trimbusch / Robert Picht: Nur eine aktive Gesellschaft kann solidarisch sein (122-128); Ernst Ulrich von Weizsäcker: Globalisierung - Krebsgeschwür für die nationale Demokratie und die globale Umwelt (129-135); Hans-H. Wilhelmi: Die Vernunft ist tot - es lebe die Vernunft! (136-139). Staat/Parteien (Verantwortung): Gert Weisskirchen: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in der zivilen Gesellschaft (143-149); Tilman Evers: Bürgergesellschaft und Staat in Deutschland - eine gestörte Beziehung (150-158); Burkhard Hirsch: In bester Verfassung? Die Abgeordneten und ihr Bundestag (159-170).
Eberhard Schuett-Wetschky (SW)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel (www.politik.uni-kiel.de/prof_schuettwetschky.php).
Rubrizierung: 2.32.322.352.3212.3312.36 Empfohlene Zitierweise: Eberhard Schuett-Wetschky, Rezension zu: Frithjof Hager (Hrsg.): Im Namen der Demokratie. Darmstadt: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3049-im-namen-der-demokratie_3984, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 3984 Rezension drucken
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