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/ 03.06.2013
Dietrich Staritz

Geschichte der DDR

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1996; 495 S.; erw. Neuausg.; 29,80 DM; ISBN 3-518-11260-0
Staritz beschreibt die politische Führung der DDR in den ersten Jahren als eine gelehrige Schülerin Stalins, die in den frühen fünfziger Jahren die Zeichen der Zeit nicht erkennt und 1953 durch überzogene wirtschaftliche Wachstumspläne riskiert, ihren Führungsanspruch zu verlieren. Erst 1955 konnte sich das SED-Regime sicher sein, nicht einer auf Wiedervereinigung ausgerichteten sowjetischen Deutschlandpolitik geopfert zu werden, und es begann eine Phase der Konsolidierung, die Staritz bis zum Mauerbau fortschreibt. Die politische Elite zeigte deutliche Schwächen, zwischen ideologischen Zielen und politischer Realität einen Ausgleich zu finden, vor allem in wirtschaftlichen Fragen. Staritz sieht in der Unfähigkeit der SED-Führung zur Modernisierung, zur Anpassung an wirtschaftliche Veränderungen die Hauptursache für den Zusammenbruch der DDR.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.313 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Dietrich Staritz: Geschichte der DDR Frankfurt a. M.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/958-geschichte-der-ddr_888, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 888 Rezension drucken
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