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/ 18.06.2013
Henry Werner

Geld und Gemeinschaft. Deutscher Mark-Nationalismus und schwedischer Geldpragmatismus

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2003 (Die kulturelle Konstruktion von Gemeinschaften im Modernisierungsprozeß 9); 311 S.; brosch., 58,- €; ISBN 3-8329-0314-3
Diss. HU Berlin. - Werner untersucht das Währungsverständnis nationaler Gemeinschaften im Vergleich und die Rolle der Währung für die Bildung solcher Gemeinschaften. Die Arbeit entstand im Rahmen der Berliner Projektgruppe des schwedisch-deutschen Forschungsprojektes „Die kulturelle Konstruktion von Gemeinschaften im Modernisierungsprozess", betreut von B. Henningsen. Mithilfe des konstruktivistischen, diskursanalytischen Ansatzes versucht der Autor im ersten Kapitel, ein rein ökonomisches Geldverständnis durch den „Blick auf das unabdingbare Wechselverhältnis zwischen der Entwicklung von Geldform, -funktion und -verwendung einerseits und der Modernisierung des Wirtschaftssystems in der Gesellschaft andererseits" (20) zu ersetzen. Die Funktion der kollektiven Bindung einer Währung steht dann im zweiten und dritten Kapitel im Zentrum von Werners Interesse, wenn er das Währungsverständnis in Deutschland und Schweden „konstruiert". Die Schweden zögen die Krone dem Euro vor, denn dort - wie auch in Deutschland - sei ein Währungsnationalismus feststellbar. Das Vorankommen der europäischen Integration stehe oder falle mit der Entstehung einer Gemeinschaftssymbolkraft des Euros.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.232.352.613.5 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Henry Werner: Geld und Gemeinschaft. Baden-Baden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20312-geld-und-gemeinschaft_23670, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23670 Rezension drucken
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