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/ 18.06.2013
Constance Grewe / Christoph Gusy (Hrsg.)

Französisches Staatsdenken

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2002 (Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat 21); 271 S.; brosch., 49,- €; ISBN 3-7890-7795-X
Der Band präsentiert die Vorträge deutscher und französischer Juristen, die auf einer von den Herausgebern organisierten gleichnamigen Tagung im Mai 2001 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld gehalten worden sind. Nach den allgemeineren und einführenden Bemerkungen von Kirsch und Grewe, die das Thema abstecken, wird zu einem Thema von zwei Autoren jeweils ein Bericht geliefert und dazu ein Kommentar abgegeben. "Das Anliegen [ist] primär eine Überwindung von Kenntnisdefiziten. Es geht um den Transfer französischer Erkenntnisse in die deutsche wissenschaftliche Diskussion." (8) Dies sei insbesondere deshalb notwendig, da der Europäische Gerichtshof zunehmend auf die gemeinsamen Grundsätze westeuropäischer Verfassungen Bezug nehme. "Jene Standards müssen aber, bevor sie vergleichend herangezogen werden können, zunächst einmal ermittelt und diskutiert werden." (9) Inhalt: Guy Kirsch: Von einigen Merkwürdigkeiten des französischen Staatsverständnisses (25-50); Constance Grewe: Die Einheit des Staates: zwischen Unteilbarkeit und Pluralismus (51-65); Willy Zimmer: Die axiologische Demokratie (66-75); Christoph Schönberger: Die Idee der Republik in Frankreich - Anmerkungen aus vergleichender Sicht (76-84); Armel Le Divellec: Die institutionelle Demokratie: Die Verteilung der Staatsgewalt auf Parlament, Volk und Exekutive (Präsident und Regierung) (85-112); Martin Morlok: Die institutionelle Demokratie: Die Verteilung der Staatsgewalt auf Parlament, Volk und Exekutive (Präsident und Regierung) (113-128); Otto Pfersmann: Die normative Demokratie: Der Vorbehalt des Gesetzes und der Rechtsstaat (129-145); Claus Dieter Classen: Die normative Demokratie: Der Vorbehalt des Gesetzes und der Rechtsstaat - mehr deutsch-französische Gemeinsamkeiten als gemeinhin angenommen (146-157); Carlos Miguel Herrera: Staatliche Einheit und politischer Pluralismus (158-173); Hans-Ernst Folz: Einheit des Staates und politischer Pluralismus (174-179); Yves-Marie Doublet: Völkerrecht und Europarecht im innerstaatlichen Recht. Der Fall Frankreich (180-195); Robert Uerpmann: Völker- und Europarecht im innerstaatlichen Recht - Ein Kommentar aus deutscher Sicht (196-210); David Capitant: Wirtschaftliche und soziale Grundrechte: Der Sozialstaat (211-232); Dieter Kugelmann: Wirtschaftliche und soziale Grundrechte in Frankreich: Rechtliche Grundzüge der Verwirklichung des Sozialstaats (233-241); Olivier Jouanjan: Synthese (242-252).
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.612.212.32 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Constance Grewe / Christoph Gusy (Hrsg.): Französisches Staatsdenken Baden-Baden: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17131-franzoesisches-staatsdenken_19708, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19708 Rezension drucken
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