Skip to main content
/ 17.06.2013
Kent Lindahl / Janne Mattsson

Exit. Mein Weg aus der Neonazi-Szene. Aus dem Schwedischen von Sigrid Engeler

München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2001; 275 S.; kart., 9,- €; ISBN 3-423-36251-0
Der Schwede Lindahl, Jahrgang 1964, war aktiver Neonazi, drogenabhängig, kriminell und er saß in Haft. Dennoch hat er es, unterstützt von einer Therapeutin und seiner Partnerin, geschafft, aus der Szene auszusteigen. Er studierte Jura und Politik und hat inzwischen zwei Kinder. Außerdem gründete er das auch in Deutschland vertretene Programm "Exit", mit dem er anderen beim Ausstieg helfen will. Das Buch ist die Autobiographie Lindahls. Im Vergleich zu vielen anderen Büchern dieses Genres zeichnet sie sich durch eine differenzierte, eigene Schwächen eingestehende Darstellung aus, in der auch Widersprüche und Rückfälle nicht ausgeklammert werden. Auch wenn die Darstellung naturgemäß auf schwedische Verhältnisse bezogen ist und natürlich nicht alle Erfahrungen übertragbar sind, bietet das Buch eine aufschlussreiche Lektüre für alle, die sich mit dem hiesigen Rechtsextremismus beschäftigen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Kent Lindahl / Janne Mattsson: Exit. München: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16268-exit_18677, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18677 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA