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/ 21.06.2013
Matthias Freise (Hrsg.)

European Civil Society on the Road to Success?

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008 (European Civil Society 1); 260 S.; brosch., 34,- €; ISBN 978-3-8329-3522-1
„Zivilgesellschaft“ gilt mittlerweile als Zauberwort und Allheilmittel, wann immer die demokratischen Unzulänglichkeiten der Europäischen Union beklagt werden. Diese Mode wird aus Sicht der Governance-Forschung hinterfragt, indem die Autoren zur Diskussion stellen, was zivilgesellschaftliche Akteure praktisch leisten, in welchem Ausmaß sie – wenn überhaupt – zur Integration und Legitimation Europas beitragen können. Obwohl oder gerade weil in den einzelnen Beiträgen äußerst verschiedene Aspekte der Zivilgesellschaft in den Blick genommen werden, kommen sie weitgehend zu einem gemeinsamen Schluss: Die in die Zivilgesellschaft gesetzten Hoffnungen können nicht erfüllt werden, sondern etliche Maßnahmen (z. B. „Plan D – Demokratie, Dialog, Diskussion“ der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2005) fungieren vielmehr als Feigenblatt, hinter dem man das nach wie vor bestehende strukturelle Demokratiedefizit der EU zu verstecken sucht. Es handelt sich um den ersten Band der neuen Reihe „European Civil Society“, der hauptsächlich von Mitarbeitern der Nachwuchsforschungsgruppe „European Civil Society and Multilevel Governance“ an der Universität Münster getragen wird.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 3.1 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Matthias Freise (Hrsg.): European Civil Society on the Road to Success? Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29504-european-civil-society-on-the-road-to-success_34930, veröffentlicht am 20.08.2008. Buch-Nr.: 34930 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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