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/ 19.06.2013
Klaus Beckmann / Jürgen Dieringer / Ulrich Hufeld (Hrsg.)

Eine Verfassung für Europa

Tübingen: Mohr Siebeck 2004; XI, 359 S.; brosch., 64,- €; ISBN 3-16-148307-3
Eine Forschergruppe von Rechts- und Sozialwissenschaftlern der deutschsprachigen Andrássy-Universität in Budapest beleuchtet, unterstützt von Kollegen aus Tübingen und Heidelberg, die Grundfragen der europäischen Verfassungsdebatte. Neben zwei biografischen Skizzen zu Graf Andrássy und Carlo Schmid stehen Analysen zu den gängigen Topoi der Diskussion um die Fähigkeit beziehungsweise die Notwendigkeit der EU zur Verfassungsgebung: Volk, Demos, Staatlichkeit, Demokratie und Legitimation. Im Ergebnis bietet der Band einen vertieften Einblick in die verfassungspolitischen und verfassungsrechtlichen Probleme der europäischen Einigung. Der Verfassungsentwurf ist am Ende des Buchs abgedruckt. Aus dem Inhalt: I. Profile Ulrich Hufeld: Graf Andrássy, der Außenminister der Habsburgermonarchie und der Außenminister der Europäischen Union. Eine historisch-rechtsvergleichende Miniatur (1-20) Klaus-Peter Schroeder: Carlo Schmid (1896-1979) - Ein deutscher Europäer (21-36) II. Geist und Gestalt der europäischen Einigung Wolfgang Graf Vitzthum: Penser l'Europe de demain (37-50) Rüdiger Bubner: Was wird aus der Verfassung Europas? (51-60) István M. Fehér: Die Verfassung und das Volk. Überlegungen im Anschluss an den Aufsatz Rüdiger Bubners (61-71) Markus M. Müller: Mut zur Staatlichkeit. Volk, Demokratie und Staatlichkeit in der europäischen Verfassungsdebatte (73-89) III. Europäische Verfassung als Prozeß und Institution Stefan Okruch: Verfassungswahl und Verfassungswandel aus ökonomischer Perspektive. Oder: Grenzen der konstitutionenökonomischen Suche nach der guten Verfassung (91-115) Klaus Beckmann: Legitimation einer europäischen Verfassung: Anmerkungen aus einer verfassungsökonomischen Sicht (117-136) Martin Grosse Hüttmann: Der Konvent zur Zukunft der Europäischen Union. Leitbilder, Kontroversen und Konsenslinien der europäischen Verfassungsdebatte (137-165) Jürgen Dieringer: Entparlamentarisierung oder Renaissance der Volksvertretungen? Zur Rolle nationaler Parlamente im europäischen Integrationsprozess (167-189) IV. Europa als juristische Form Thomas Oppermann: Vom Nizza-Vertrag zum Europäischen Verfassungskonvent (191-208) Peter-Christian Müller-Graff: Eine neue Verfassung für Europa. Kriterien der Europarechtswissenschaft (209-224) Heribert Franz Köck: Der Konventsentwurf - Überblick und Analyse (225-250) Thomas von Danwitz: Grundfragen einer Verfassungsbindung der Europäischen Union (251-270) Jürgen Gündisch: Grundrechte und Rechtsschutz (271-288) Josef Ruthig: Europäische Gesetzgebung (289-312) Ulrich Hufeld: Europäische Verfassunggebung zwischen Völker- und Europarecht (313-324)
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 3.2 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Klaus Beckmann / Jürgen Dieringer / Ulrich Hufeld (Hrsg.): Eine Verfassung für Europa Tübingen: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21122-eine-verfassung-fuer-europa_24643, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24643 Rezension drucken
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