/ 18.06.2013
Herbert Niemann
Die Schuldenfalle. Sozialstaat in der Klemme
Köln: PapyRossa Verlag 2003; 143 S.; 15,80 €; ISBN 3-89438-264-3In seinen weitgehend bereits anderweitig veröffentlichen Beiträgen aus den letzten Jahren entwickelt der Autor seine Vorstellungen zur Lösung der derzeitigen wirtschaftlichen Probleme, allen voran zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das Hauptproblem liege, so die Diagnose Niemanns, in der in kapitalistischen Systemen üblichen Finanzierung von Investitionen durch den Kapitalmarkt und den damit verbundenen Zinszahlungen. Diese führten dazu, dass das Wirtschaftswachstum unerreichbar ansteigen müsse um die Zinszahlungen zu gewährleisten. Statt dessen schlägt er ein sozialistisches Gleichgewichtsmodell vor, in dem das erwirtschaftete Sozialprodukt und die gezahlten Löhne (Kaufkraft) äquivalent sein sollen.
Inhaltsübersicht: Zur Zukunft und Sicherheit von Rentenansprüchen (1985); Zur Wohnungs- und Mietenmisere (1994); Kein Licht im Tunnel. Die wachstumszehrende Wirkung des Zinses und ihre Folgen (1995); Ist der Kapitalismus unumkehrbar am Ende? (1996); Überlegungen zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft (1997); Kapitalismus weltweit in Schwierigkeiten - Was nun? (1999); Gibt es einen Ausweg aus der Massenarbeitslosigkeit? (2000); Die kapitalistische Kredit- und Zinswirtschaft - Ursache sozialer Ungerechtigkeit und wirtschaftlichen Niedergangs (Originalbeitrag).
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3 | 2.342 | 2.331
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Herbert Niemann: Die Schuldenfalle. Köln: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18669-die-schuldenfalle_21650, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21650
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA