/ 11.06.2013
Manfred Wilde
Die SBZ-CDU 1945-1947. Zwischen Kriegsende und kaltem Krieg
München: Herbert Utz Verlag 1998 (Geschichtswissenschaften); 581 S.; brosch., 127,13 DM; ISBN 3-89675-322-3Geschichtswiss. Diss. München; Gutachter: H. G. Hockerts. – Die Geschichte der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone ist vor allem in den frühen Jahren noch wenig erforscht. Aufgrund der seit 1990 deutlich verbesserten Quellenlage gelang es dem Autor nun, diese Forschungslücke zu schließen. In einem ersten Überblick stellt er die Gründung der Partei und ihre Entwicklung bis 1947 dar, wobei Parteiorganisation, Mitgliederbewegung, Parteipresse und Finanzen eingehend untersucht werden. Danach wird die Politik der SBZ-CDU detailliert analysiert: Ihr Verhältnis zu den anderen Parteien, die Auseinandersetzungen mit SMAD und SED, die Kultur- und die Wirtschaftspolitik sowie schließlich die deutschlandpolitischen Konzeptionen. Die Darstellung beleuchtet die Ergebnisse der Politik der SBZ-CDU im Spannungsfeld zwischen ihren eigenen Kapazitäten, Planungen und Problemlösungsvorschlägen und den äußeren Beschränkungen der Handlungsmöglichkeiten. Hinter der sehr unübersichtlichen Gliederung mit teilweise etwas kryptischen Begriffen findet sich ein sehr lesbarer und lesenswerter Text. Fast schon ärgerlich ist die Tatsache, daß man für diesen Preis nicht einmal eine dauerhafte Bindung erhält.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.313
Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Manfred Wilde: Die SBZ-CDU 1945-1947. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10216-die-sbz-cdu-1945-1947_12084, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12084
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Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
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