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/ 04.06.2013
Wolfgang Jäger / Michael Walter

Die Allianz für Deutschland. CDU, Demokratischer Aufbruch und Deutsche Soziale Union 1989/90

Köln/Weimar/Wien: Böhlau Verlag 1998; XII, 228 S.; brosch., 39,80 DM; ISBN 3-412-13197-0
Die "Blockflöten" der DDR gehörten kaum zu den Trägern der Wende. Aber auch aus ihren Reihen traten Mitglieder hervor, die durch Ausreise, Engagement in Bürgerrechtsgruppen oder Teilnahme an Demonstrationen Druck auf die Staatsführung ausübten. In den Parteiführungen waren im Vorfeld der 40-Jahres-Feier Signale zu vernehmen, "die auf ein Bemühen um Eigenständigkeit hindeuteten. Reformbemühungen blieben jedoch in der Regel systemimmanent [...]. Erst der unablässige Druck der Bürgerinnen und Bürger einschließlich der eigenen Mitgliedschaft zwang die jeweiligen Führungen zur Aufgabe dieser Positionen, zur personellen Erneuerung und schließlich zur Integration in das Parteiensystem der Bundesrepublik." (X) Wie dieser Wandlungsprozeß verlief, vollziehen die Autoren am Beispiel der Ost-CDU nach. Des weiteren zeichnen sie die Entwicklung und Integration des Demokratischen Aufbruchs und der Deutschen Sozialen Union nach. Dazu werteten sie eine Reihe bislang unzugänglicher Quellen - wie etwa die Sitzungsprotokolle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion - aus und führten Interviews mit Helmut Kohl, Lothar de Maizière, Günter Maleuda, Rainer Eppelmann und anderen.
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.3312.313 Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Wolfgang Jäger / Michael Walter: Die Allianz für Deutschland. Köln/Weimar/Wien: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5274-die-allianz-fuer-deutschland_6936, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6936 Rezension drucken
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