/ 06.06.2013
Matthias Sutter
Der Stabilitäts- und Wachstumspakt in der Europäischen Währungsunion. Grundlagen, Abstimmungsmacht und Glaubwürdigkeit der Sanktionierung übermäßiger Defizite
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2000 (Schriften zur monetären Ökonomie 44); 203 S.; brosch., 64,- DM; ISBN 3-7890-6455-6Diss. Sozial- und Wirtschaftswiss. Fakultät Innsbruck; Gutachter: M. Gantner, J.-R. Chen. - Bei ihrem Gipfeltreffen in Amsterdam 1997 haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf einen Stabilitäts- und Wachstumspakt zur Sicherstellung stabiler öffentlicher Finanzen in der Europäischen Währungsunion geeinigt. Das Erreichen ambitionierter Ziele des Paktes, wie beispielsweise eines ausgeglichenen oder positiven Budgetsaldos, wird entscheidend davon abhängen, wie glaubwürdig die Sanktionierung von Defiziten über drei Prozent des BIP sein wird. Das wirft die Frage nach der Verteilung der Abstimmungsmacht und nach dem möglichen Verhalten bei Abstimmungen auf. Aufgrund der von Sutter ermittelten Ergebnisse kann nicht erwartet werden, dass die notwendigen Abstimmungsmehrheiten für die Sanktionierung übermäßiger Defizite problemlos erreichbar sind. Eine Analyse der Verteilung der Abstimmungsmacht im Verfahren bei einem übermäßigen Defizit zeigt vielmehr, dass eine Blockade von Sanktionen relativ einfach ist, vor allem für große EU-Staaten.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.1 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Matthias Sutter: Der Stabilitäts- und Wachstumspakt in der Europäischen Währungsunion. Baden-Baden: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8747-der-stabilitaets--und-wachstumspakt-in-der-europaeischen-waehrungsunion_15179, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15179
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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