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/ 22.06.2013
Martin Schultze

Demokratiemessung und defekte Demokratien. Osteuropas Demokratien auf dem Prüfstand

Marburg: Tectum Verlag 2010; 184 S.; pb., 24,90 €; ISBN 978-3-8288-2385-3
Das kleine Bändchen von Schultze über „Demokratiemessung und defekte Demokratien“ ist lesenswert. Denn obgleich sich bemängeln lässt, dass theoretische Aspekte der Demokratieforschung deutlicher gewichtet und in die Reflexionen hätten einbezogen werden können, zeigt Schultze einen sehr gelungenen Weg, die konkurrierenden Messinstrumente der empirischen Demokratieforschung auf ihren substanziellen Gehalt hin zu befragen. In Verbindung mit dem Konzept der defekten Demokratie bringt er so qualitative und quantitative Aspekte miteinander in Beziehung und skizziert am Beispiel Osteuropas Probleme, aber auch Potenziale einer Integration unterschiedlicher Demokratiemessungen, respektive der Indices „Index of Democratization“, „Polity 4“ und „Freedom House“. Der Autor legt somit einen kleinen Grundstein, von dem aus weiter über die Reflexivität von Messinstrumenten der empirischen Demokratieforschung nachgedacht werden kann, ohne das Tor zur theoretischen Demokratieforschung zuzuschlagen.
Samuel Salzborn (SZ)
Prof. Dr., Professor für Grundlagen der Sozialwissenschaften, Institut für Politikwissenschaft, Georg-August-Universität Göttingen.
Rubrizierung: 2.22.61 Empfohlene Zitierweise: Samuel Salzborn, Rezension zu: Martin Schultze: Demokratiemessung und defekte Demokratien. Marburg: 2010, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/32970-demokratiemessung-und-defekte-demokratien_39386, veröffentlicht am 13.10.2010. Buch-Nr.: 39386 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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