/ 20.06.2013
Olaf Griebenow
Demokratie- und Rechtstaatsdefizite in Europa. Die europäische Zusammenarbeit im Bereich Inneres und Justiz
Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2004 (Studien zum Völker- und Europarecht 1); 331, XXXII S.; 106,- €; ISBN 3-8300-1261-6Rechtswiss. Diss. HU Berlin; Gutachter: G. F. Schuppert. - Inwieweit hat sich eine europäische Politik der Inneren Sicherheit etabliert und welche Stellung räumt sie den Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaat ein? Auf den ersten Teil der Frage bekommt der Leser keine begründete Antwort. Stattdessen soll zunächst gezeigt werden, dass die EU zu Recht mit den Ellen der Demokratie und des Rechtsstaats gemessen werden darf. Sodann werden die Entscheidungsstrukturen sowie der innen- und justizpolitische Besitzstand der EU entlang der einschlägigen juristischen Prüfkataloge durchgegangen. Als Ergebnis vermeldet Griebenow, dass von einer demokratischen und rechtsstaatlichen Polizei- und Justizkooperation nicht gesprochen werden könne und die Defizite „struktureller Natur“ seien (324). Politik- oder sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse werden nicht verarbeitet. Da aus rechtswissenschaftlicher Perspektive bereits zahlreiche Studien ähnlichen Zuschnitts vorgelegt worden sind, lässt sich in Griebenows Arbeit kaum Neues erfahren.
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 3.5
Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Olaf Griebenow: Demokratie- und Rechtstaatsdefizite in Europa. Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23003-demokratie--und-rechtstaatsdefizite-in-europa_26283, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 26283
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Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
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