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/ 11.06.2013
Emanuel Richter

Das republikanische Europa. Aspekte einer nachholenden Zivilisierung

Opladen: Leske + Budrich 1999; 251 S.; kart., 48,- DM; ISBN 3-8100-2576-3
"Wie kann Demokratie in transnationalen Handlungszusammenhängen verwirklicht werden?" (8) Richter sieht die Antwort in seinem Buch, das er als Resümee aller seiner Studien, Gedanken und Forschungsarbeiten betrachtet, in einem "aufgefrischten" Republikanismus. Er legt "die normative Elle eines zeitgemäßen Republikanismus an die gegenwärtigen Verlaufsformen der europäischen Integration und zeigt [...] die demokratischen Defizite der europäischen Einigung auf – den eklatanten Mangel an europäischem Republikanismus" (18). Demzufolge entwickelt der Autor eine Theorie des Republikanismus; wesentliche Bestandteile sind für ihn die Partizipation der Bürgerschaft sowie flexible Verfahren der Politikgestaltung. Auf dieser Basis gibt er konkrete Handlungsanleitungen, die im Sinne einer "nachholenden Zivilisierung" zur stärkeren Demokratisierung Europas erforderlich sind. Hierzu zählt er u. a. die Entfaltung republikanischer Prinzipien (Öffentlichkeit, Partizipation, Kontrolle) sowie Prozeduren (Subsidiarität, Reversibilität, Variabilität).
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.13.23.4 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Emanuel Richter: Das republikanische Europa. Opladen: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10279-das-republikanische-europa_12161, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12161 Rezension drucken
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