/ 04.06.2013
Georg Fülberth
Das Ende als Chance? Überlegungen zum tendenziellen Fall der sozialistischen Bewegung 1988-1998. Band I
Hamburg: Konkret Literatur Verlag 1998; 157 S.; 19,80 DM; ISBN 3-930786-15-XDer Band versammelt sechzehn Beiträge Fülberths (teilweise als Mitverfasser) zur Monatsschrift konkret, die im Zeitraum von 1988 bis 1992 erstmals veröffentlicht worden sind. Sie behandeln den Zerfall der organisierten sozialistischen oder kommunistischen Linken in West- und Ostdeutschland bzw. in Osteuropa, untersuchen die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer politischen Gegenposition zum erstarkenden Nationalkonservatismus und Rechtsextremismus, kommentieren schließlich die erste Phase der Abwicklung des Staatsapparates der DDR und den Versuch einer strafrechtlichen Verfolgung seiner ehemaligen Exponenten sowie die der Sicherheitsorgane. Insbesondere hinsichtlich der Geschichte der "marxistischen Splittergruppen" am linken Rand des westdeutschen Parteienspektrums trägt die Sachkenntnis des Autors zu einer differenzierten Darstellung bei, die über eine pauschale Bewertung dieser Parteien als "DDR-gesteuerte Sammelbecken für Extremisten" hinausführt.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.331 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Georg Fülberth: Das Ende als Chance? Hamburg: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5381-das-ende-als-chance_7054, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 7054
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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