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/ 20.06.2013
Benedikt van Spyk

Vertragstheorie und Völkerrecht im Werk des Hugo Grotius. Unter besonderer Berücksichtigung von "De iure belli ac pacis" (1625)

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2005 (Schriften zur Rechts- und Staatsphilosophie 7); XVIII, 91 S.; 48,- €; ISBN 3-8300-1848-7
Nach der Skizzierung des zeitgeschichtlichen Zusammenhangs stellt der Autor den Völkerrechtsbegriff bei Grotius dar, um seine These zu begründen, dass dessen Hauptwerk „De iure belli ac pacis“ nicht allein auf naturrechtlichen Annahmen basiere, sondern vertragstheoretische Elemente aufweise. Das Naturrecht kann für Grotius zwar Völkerrechtsnormen begründen, nur ist es den menschlichen Institutionen vorgelagert, womit es im konkreten Fall Vertragsrecht ist. Dieses Dilemma gewinnt heute an zusätzlicher Brisanz, weil Vertragstheorien nur schwache Legitimationsgrundlagen darstellen, aber Naturrechtslehren angesichts des ungelöst gebliebenen Problems der Objektivierung von Werturteilen von ihrer Überzeugungskraft – an die noch Grotius glaubte – verloren haben.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.324.1 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Benedikt van Spyk: Vertragstheorie und Völkerrecht im Werk des Hugo Grotius. Hamburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24944-vertragstheorie-und-voelkerrecht-im-werk-des-hugo-grotius_28837, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28837 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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