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/ 21.06.2013
Rudolf J. Schlaffer / Wolfgang Schmidt (Hrsg.)

Wolf Graf von Baudissin 1907-1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung. Hrsg. im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

München: R. Oldenbourg Verlag 2007; X, 265 S.; brosch., 19,80 €; ISBN 978-3-486-58283-3
Im Mai 2007 jährte sich der Geburtstag von Wolf Graf von Baudissin zum 100. Mal. Neben Johann Adolf Graf von Kielmansegg und Ulrich de Maizière zählt er zu den wichtigsten militärischen „Gründervätern“ der Bundeswehr. Von Baudissin gilt als der wesentliche Begründer der Inneren Führung und ihres Leitbilds vom Staatsbürger in Uniform. Dieses „geistige Fundament“ der Bundeswehr zähle, so die Herausgeber, „zu den kreativsten und innovativsten politischen Neuerungen, die während der fünfziger Jahren in der Bundesrepublik geschaffen worden sind“ (3). In diesem Sammelband werden von Baudissins Mitwirkung an der Entstehung und Umsetzung des Konzepts der Inneren Führung beschrieben sowie seine ethischen Vorstellungen dargelegt: Der christliche Glaube bildete die eine Seite seines ethischen Fundaments; so erklärt sich etwa sein Eintreten für die Militärseelsorge. Außerdem lasse sich seine Geisteshaltung als eine Weiterentwicklung dessen sehen, „was gemeinhin als republikanische Tradition politischen Denkens bzw. als staatsbürgerlicher Humanismus“ (84) bezeichnet wird. Man nannte ihn auch den „konservativen Revolutionär“, der in den 60er-Jahren sowohl der Gewerkschaft ÖTV als auch der SPD beitrat.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.32.324 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Rudolf J. Schlaffer / Wolfgang Schmidt (Hrsg.): Wolf Graf von Baudissin 1907-1993. München: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28174-wolf-graf-von-baudissin-1907-1993_33132, veröffentlicht am 28.03.2008. Buch-Nr.: 33132 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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