/ 04.06.2013
Laura Mestre Vives
Wer, wie über wen? Eine Untersuchung über das Amt für multikulturelle Angelegenheiten
Pfaffenweiler: Centaurus-Verlagsgesellschaft 1998 (Politische Studien 6); 106 S.; 39,80 DM; ISBN 3-8255-0193-0"Kann das Amt für multikulturelle Angelegenheiten [in Frankfurt a. M.] eine antirassistische Strategie sein?" (18) Diese Frage steht im Mittelpunkt der Studie, in der die Politik des Amtes dokumentiert, daß Ansprüche an Ergebnissen und umgekehrt gemessen werden sollen (Vorwort). Mit der Einrichtung des Amtes sei auf kommunaler Ebene der Versuch unternommen worden, dem Faktum, gegen das sich das offizielle Deutschland beharrlich wehrt, nämlich längst ein Einwanderungsland geworden zu sein, gerecht zu werden. Nach Ansicht der Autorin greift das Amt so die bundesdeutsche Paradoxie auf: "Es bildet eine explizite Institution zum Thema in einem tatsächlichen Einwanderungsland, das jedoch institutionell nicht darauf eingerichtet ist." Die im Laufe der Jahre daraus resultierenden Widersprüche "aufzuspüren und deren Ursachen aufzudecken, ist das eigentliche Interesse" (Vorwort) der Untersuchung. Beleuchtet werden insbesondere die Institution, das Konzept und die Klientel des Amtes.
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.35 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Laura Mestre Vives: Wer, wie über wen? Pfaffenweiler: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6188-wer-wie-ueber-wen_8413, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8413
Rezension drucken
Dipl.-Politologe.
CC-BY-NC-SA