/ 21.06.2013
Jens Fleischhauer
Wehrpflichtarmee und Wehrgerechtigkeit. Die Verfassungsmäßigkeit der allgemeinen Wehrpflicht im Blickwinkel sicherheitspolitischer, gesellschaftlicher und demographischer Veränderungen
Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2007 (Verfassungsrecht in Forschung und Praxis 46); XXIX, 311 S.; 88,- €; ISBN 978-3-8300-3233-5Rechtswiss. Diss. Jena; Gutachter: M. Brenner, M. Haedrich. – Die Verkleinerung der Bundeswehr auf 250.000 Soldatinnen und Soldaten sowie die Transformation zu einer „Armee im Einsatz“ haben die Frage der Wehrverfassung auf die politische Tagesordnung gesetzt. In der Abwägung zwischen der Beibehaltung der Wehrpflicht und der Einführung einer Berufsarmee ist die Frage der Wehrgerechtigkeit ein politikwissenschaftlich höchst relevantes Thema. Aus Sicht der Polity-Forschung wird die Verfassungsmäßigkeit der Wehrpflicht unter veränderten internationalen Rahmenbedingungen besprochen. Zunächst wird die Wehrstruktur des Grundgesetzes beschrieben, im zweiten Teil die Wehrpflicht unter dem Blickwinkel der Wehrgerechtigkeit mit juristischen Mitteln untersucht. Abschließend werden verschiedene staatliche Alternativen für mehr Wehrgerechtigkeit diskutiert. Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass der Gesetzgeber Wehrgerechtigkeit nicht nur durch die Einberufung aller wehrfähigen Männer herstellen müsse, sondern hier einen weiten Gestaltungsspielraum nutzen könne. Eine weitere Möglichkeit wäre zum Beispiel die Kompensation wehrdienstbedingter Nachteile.
Jörg Jacobs (JJ)
Dr., Politikwissenschaftler, Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation, Strausberg.
Rubrizierung: 2.32 | 2.324
Empfohlene Zitierweise: Jörg Jacobs, Rezension zu: Jens Fleischhauer: Wehrpflichtarmee und Wehrgerechtigkeit. Hamburg: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28629-wehrpflichtarmee-und-wehrgerechtigkeit_33743, veröffentlicht am 25.04.2008.
Buch-Nr.: 33743
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Dr., Politikwissenschaftler, Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation, Strausberg.
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