Skip to main content
/ 04.06.2013
Jochen Reinert (Hrsg.)

Was kommt von links? Prominente Linke über gesellschaftliche Alternativen

Wien: Pro Media 1998; 168 S.; brosch., 38,- DM; ISBN 3-85371-129-4
Der Zusammenbruch des Realsozialismus in Osteuropa löste ein Erdbeben aus, das die Linke aber nicht unter den neuen Bedrängnissen des Neoliberalismus verschütten konnte; so im Vorwort des Bandes. Damit diese Aussage nicht den Charakter einer (unerfüllten) Prophezeiung annimmt, muß den Linken ein Diskussionsforum gestellt werden, wo sie sich zu den drängenden Fragen ihrer Selbstdefinition und globaler wirtschaftlicher/gesellschaftlicher (De-)Formationen äußern können. Der Band nimmt sich dieser Aufgabe an, nicht ohne den impliziten Appell deutlich werden zu lassen, endlich wirkungsvolle Antworten zu einer gesellschaftlichen Alternative anzubieten. Die Beiträge sind gänzlich aus einer Interviewserie des "Neuen Deutschland" hervorgegangen, für die prominente linke PolitikerInnen, PublizistInnen, KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus allen Teilen der Welt Fragen nach Verfassung und Perspektiven der Linken beantwortet haben. Inhalt: Alfred Hrdlicka: Ein Kerl muß eine Meinung haben! (8-15); Adam Schaff: Schöne neue Welt: Sozialismus ohne Arbeit (16-24); Tony Benn: Die Flammen des Zorns und der Hoffnung (25-33); Samir Amin: Es gibt viele Gründe zur Revolte (34-42); Proinsias De Rossa: Der Mensch zählt - nicht der Markt! (43-51); Ardhendu Bhushan Bardhan: Der Käfig des Dogmatismus zerbrach (52-60); Jean Ziegler: Wir brauchen den Aufstand - Punkt Schluß (61-66); Ken Livingstone: Wir werden Blair Beine machen (67-75); José Lutzenberger: Der Kapitalismus droht den Planeten zu zerstören (76-82); Jeremy Cronin: Erst nationaldemokratische Transformation bewältigen, dann Sozialismus (83-89); Charlene Mitchell: Pluralismus ist mehr als die Toleranz von Ansichten (90-96); Eduardo Galeano: Ich weigere mich, eine Ware zu sein (97-104); Boris Kagarlitzki: Links wird auch in Rußland wieder Mode (105-112); Johan Galtung: Die vierte Freiheit fehlt im realen Kapitalismus (113-120); Adolf Muschg: Die neue Beliebigkeit - ein unglaublich trübes Medium (121-128); Angela Davis: Wir alle müßten FeministInnen werden - Frauen und Männer (129-136); Támas Krausz: Die Nachäffung des Westens kann nicht Ziel der Linken sein (137-144); Charles Fiterman: Es ist an der Zeit, die Spaltung der Linken zu beenden (145-152); Jakob von Uexküll: Jenseits der Grenzen des Wachstums (153-160); Luciana Castellina: Nur "Chiapas, Chiapas!" rufen - das reicht nicht (161-168).
Dirk Märten (DM)
Rubrizierung: 2.222.2 Empfohlene Zitierweise: Dirk Märten, Rezension zu: Jochen Reinert (Hrsg.): Was kommt von links? Wien: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6278-was-kommt-von-links_8525, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8525 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA