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/ 18.06.2013
Gunnar Folke Schuppert

Staatswissenschaft

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2003; 933 S.; brosch., 98,- €; ISBN 3-8329-0324-0
Die Staatswissenschaft wurde an deutschen Universitäten ein Opfer ihrer eigenen Komplexität, denn sie ist in zahlreiche Einzeldisziplinen zerfallen. Auch wenn es heute (wie in Erfurt) vereinzelt noch oder wieder Staatswissenschaftliche Fakultäten gibt, dann mit einer sozial-, einer rechts- und einer wirtschaftswissenschaftlichen Richtung. Daher ist auch der Titel Staatswissenschaft für eine Monografie lange nicht benutzt worden. Schuppert unterteilt die Staatswissenschaft in fünf große Bereiche. Zunächst beschäftigt er sich mit der Entstehung und Funktionslogik des modernen Staates, dann mit Grundzügen einer Staatsaufgabenlehre, Grundzügen einer Staatsfunktionenlehre, mit dem modernen Finanz- und Steuerstaat und schließlich mit dem Verfassungsstaat. Abgerundet wird der Band durch ein Kapitel, das die Europäisierung und Transnationalisierung klassischer Staatlichkeit problematisiert, denn Schuppert stellt gerade den „Wandel von Staatlichkeit als Zentralthema einer erneuerten Staatswissenschaft" (49) in den Mittelpunkt des Buches. Auch wenn der Umfang von fast 1.000 Seiten anderes suggeriert: Besonders detailliert ist die Darstellung nicht. Das Thema verlangt größere Linien und wahrscheinlich ist das Buch deshalb gut zu lesen. Auch wenn der Preis eine recht hohe Hürde ist, wünscht man diesem Buch doch viele Leser.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.212.25.41 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Gunnar Folke Schuppert: Staatswissenschaft Baden-Baden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20307-staatswissenschaft_23665, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23665 Rezension drucken
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