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/ 18.06.2013
Wolfgang Luutz

Region als Programm. Zur Konstruktion "sächsischer Identität" im politischen Diskurs

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2002 (Nomos Universitätsschriften: Politik/Leipziger Schriften zur Gesellschaftswissenschaft 8); 343 S.; brosch., 51,- €; ISBN 3-7890-7898-0
Diese Arbeit ist innerhalb des in Leipzig angesiedelten Sonderforschungsbereichs "Regionbezogene Identifikationsprozesse. Das Beispiel Sachsen" entstanden. So möchte der Autor denn "die Rolle politisch induzierter raumbezogener Identifikationsprozesse" (9) analysieren, wobei hier die Identitätspolitik und nicht deren Wirkung Gegenstand ist (Ersteres wird in Aussicht gestellt). Die Identifikationseinheit ist dabei eine Region: "Etwas Region nennen, heißt nämlich im Unterschied zur Benennung als Nation immer, dieses Etwas zu einer übergreifenden Raumeinheit in Beziehung zu setzen." (30) Um eine Substanzialisierung der Identifikation zu umgehen, wählt er einen diskursanalytischen Ansatz, der den Schwerpunkt auf den Identifikationsprozess legt, ohne die tatsächliche Wirkung solcher Identifikation aus dem Auge zu verlieren. Da der politische Diskurs analysiert werden soll, untersucht Luutz zum einen propagandistische Texte (z. B. Wahlkampfbroschüren), zum anderen Regierungserklärungen Biedenkopfs sowie politische Debatten. Im Ergebnis stellt diese Studie (grob gesagt) fest, dass die Identitätspolitik an einer ordoliberalen Programmatik orientiert ist und als Mobilisierungsstrategie eingesetzt wird.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.352.325 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Wolfgang Luutz: Region als Programm. Baden-Baden: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17893-region-als-programm_20649, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20649 Rezension drucken
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