/ 18.06.2013
Andreas Hallermann
Partizipation in politischen Parteien. Vergleich von fünf Parteien in Thüringen
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2003 (Jenaer Beiträge zur Politikwissenschaft 8); 210 S.; brosch., 42,- €; ISBN 3-8329-0143-4Politikwiss. Diss. Jena; Gutachter: K. Schmitt. - Der Autor untersucht die innerparteiliche Partizipation von Parteimitgliedern am Beispiel des Parteiensystems in Thüringen. Auf der Basis einer repräsentativen Befragung der Mitglieder von CDU, SPD, PDS, FDP und Bündnis 90/Die Grünen stellt er Aktivitätsniveaus und Motivationen für innerparteiliche Aktivität dar. Damit kann er aufzeigen, dass es zwischen den Parteien signifikante Unterschiede hinsichtlich der innerparteilichen Demokratie gibt. Hallermann unterscheidet inhaltliche (Teilnahme an Diskussionen, Kandidatur für ein Amt) und formale Partizipation (gesellige, organisatorische, soziale Tätigkeiten). „Insgesamt haben SPD und PDS die aktivsten Mitglieder, die FDP die passivsten. Bei CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen ist der Anteil inhaltlich aktiver Mitglieder deutlich größer als der Anteil formal aktiver. Bei der PDS ist der Anteil formal aktiver Mitglieder nicht nur deutlich größer als der inhaltlich aktiver, sondern auch deutlich größer als in allen anderen Parteien." (133) Erklären lassen sich diese Unterschiede vor allem durch die Faktoren Parteibindung und Einschätzung der Wirksamkeit der eigenen Aktivitäten.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.331 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Andreas Hallermann: Partizipation in politischen Parteien. Baden-Baden: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20194-partizipation-in-politischen-parteien_23523, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23523
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA