/ 03.06.2013
Hans-Gerd Jaschke
Öffentliche Sicherheit im Kulturkonflikt. Zur Entwicklung der städtischen Schutzpolizei in der multikulturellen Gesellschaft
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 1997 (Studienreihe des Instituts für Sozialforschung); 236 S.; 29,- DM; ISBN 3-593-35726-7Die Studie bietet sowohl eine theoretische als auch - am Beispiel Frankfurts (a. M.) - eine fallspezifische Auseinandersetzung mit fremdenfeindlichen Tendenzen in den Reihen der Polizei. Während in der öffentlichen Debatte häufig die spezifischen Arbeitsbedingungen der Polizei hervorgehoben werden, zeigt Jaschke, daß die unmittelbare Arbeitsbelastung nur im Zusammenhang mit den Veränderungen der städtischen Gesellschaft und den angestrebten Demokratisierungsprozessen in der Polizei zu beurteilen sind. Fremdenfeindliche Tendenzen erweisen sich als Teil eines Unzufriedenheitssyndroms, das Aspekte der Stadtwahrnehmung und der Einschätzung von Beruf, Betriebsklima und den polizeilichen Arbeitsaufgaben einschließt. Zentrale Entwicklungen städtischer Modernität stoßen nach dieser Studie in Polizeikreisen auf verbreitete und zum Teil aggressive Zurückweisung.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.325 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Hans-Gerd Jaschke: Öffentliche Sicherheit im Kulturkonflikt. Frankfurt a. M./New York: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3080-oeffentliche-sicherheit-im-kulturkonflikt_4032, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4032
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Dr., Politikwissenschaftler.
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