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/ 19.06.2013
Britta Bannenberg / Wolfgang J. Schaupensteiner

Korruption in Deutschland. Portrait einer Wachstumsbranche

München: C. H. Beck 2004 (Beck'sche Reihe 1564); 227 S.; 11,90 €; ISBN 3-406-51066-3
Korruption ist in Deutschland ein weit verbreitetes Phänomen, so die zentrale Aussage des Autorenteams. In manchen Branchen und in Teilen der Verwaltung gehöre sie praktisch zum Geschäftsalltag; ein Unrechtsbewusstsein sei bei den Akteuren dagegen kaum vorhanden. In allgemein verständlicher und sachlicher Art und Weise geben die Professorin für Kriminologie und der Oberstaatsanwalt einen Überblick über dieses Phänomen in Deutschland: Zunächst wird dargestellt, was unter Korruption zu verstehen ist und welche Formen von Korruption existieren. Zudem werden die Dimensionen der korruptionsbedingten volkswirtschaftlichen Schäden skizziert. Danach stellen die Autoren dar, mit welchen Methoden Korruptionsbeziehungen aufgebaut werden. Anschließend wird eine größere Anzahl von zum Teil drastischen Fallbeispielen mit Namen der betreffenden Akteure sowie Zahlenangaben angeführt. Schließlich entwickeln die Autoren Handlungsvorschläge zur Verringerung der Korruption, u. a. fordern sie den Ausschluss von auffällig gewordenen Unternehmen aus der öffentlichen Auftragsvergabe und die Einführung von umfassenden Sanktionsmöglichkeiten gegen juristische Personen (Unternehmensstrafrecht).
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Britta Bannenberg / Wolfgang J. Schaupensteiner: Korruption in Deutschland. München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20873-korruption-in-deutschland_24339, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24339 Rezension drucken
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