Skip to main content
/ 03.06.2013
Martin Franz

Kooperative Koordination. Eine explorative Studie zur staatlichen Modernisierung der Ländlichen Neuordnung in Bayern

Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1996; 299 S.; brosch., 59,- DM; ISBN 3-8244-4192-6
Diss. Kassel; Gutachter: H. Brinckmann, G.-M. Hellstern. - In der Diskussion um die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung bildeten bislang Kostenersparnis und Versuche, betriebswirtschaftliche Methoden in Behörden einzuführen, den Schwerpunkt. Der Autor plädiert für eine breiter geführte Diskussion, da sich staatliche Modernisierung als langfristiger Prozeß darstellt, der nur im Kontext der gesellschaftlichen Modernisierung zu interpretieren ist. Am Beispiel der Verfahren zur Ländlichen Neuordnung in Bayern formuliert er ein Bedingungsgefüge für einen funktionalen Staat, der den Anforderungen einer modernen Gesellschaft gerecht wird. Im funktionalen Staat - so die These - liegen die Chancen, staatliche Handlungspotentiale zu sichern, in der Koordinationspraxis. Dabei haben bürokratische, d. h. auf Hierarchie basierende Koordinationsformen zwar abnehmende Bedeutung, bleiben aber formgebend wirksam. Zunehmend wichtiger werden kooperative Formen der Koordination, die wesentlich auf Kommunikation basieren. Letztlich kommt es auf eine gelungene Mischung zwischen bürokratischen und kooperativen Koordinationsformen an.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.325 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Martin Franz: Kooperative Koordination. Wiesbaden: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1990-kooperative-koordination_2386, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 2386 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA