/ 18.06.2013
Mark Arenhövel
Globales Regieren. Neubeschreibungen der Demokratie in der Weltgesellschaft
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003; 362 S.; kart., 39,90 €; ISBN 3-593-37277-0Angesichts des globalisierungsbedingt zunehmenden Bedeutungsverlustes von Nationalstaaten auf der einen Seite und der zunehmenden Desintegration sowie Individualisierung in vielen demokratischen Gesellschaften auf der anderen Seite stellt sich die Frage nach dem Gehalt zentraler Kategorien der Politikwissenschaft wie Macht, Souveränität, Demokratie sowie Staat neu. Deshalb versucht der Autor schwerpunktmäßig in Auseinandersetzung mit den Arbeiten von Richard Rorty, wesentliche Koordinaten politikwissenschaftlichen Denkens, und zwar insbesondere die Aspekte Menschenrechte, Verfassung und Demokratie neu zu fassen und damit anschlussfähig zu machen für die Veränderungen der modernen Weltgesellschaft.
Inhaltsübersicht: I. Über das Verhältnis von Menschenrechten und Demokratie: Zur Begründung der Menschenrechte bei Otfried Höffe; Von der Gleichursprünglichkeit von Menschenrechten und Volkssouveränität zur Neukonstituierung der Freiheit im öffentlichen Raum: Bemerkungen zu Jürgen Habermas; John Rawls und Hannah Arendt; Universalismus und Differenz: Michael Walzer und die Menschenrechte; Exkurs: Sieben Erzählungen über Menschenrechte; Auf dem Weg zu einem antifundamentalistischen Universalismus. II. Verfassung, Menschenrechte und Demokratie: Zur Aktualität demokratischer Verfassungen; Das identitätsbildende Moment der Verfassung; Verfassung und Legitimität; Das demokratietheoretische Moment; Die Reflexivität der Verfassung; Die Verfassung als Text; Wege zu einer postmodernen Verfassungstheorie. III. Putting cruelty first? Versuch einer pragmatistischen Neubeschreibung der Demokratie: Wer ist das Volk? Von der Volkssouveränität zur deliberativen Demokratie; Konflikte in der Demokratie: Über den Übergang mit Differenz; Die gerechte, die anständige und die ironische Gesellschaft: Rawls, Margalit und Rorty; Wahrheit, Geltung, Deliberation; Demokratische Konvergenz bei Dewey; Die Idee der sich selbst instituierenden Demokratie; Zum Modus der sich selbst rechtfertigenden demokratischen Praxis.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.41
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Mark Arenhövel: Globales Regieren. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18728-globales-regieren_21728, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21728
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA