/ 03.06.2013
Manfred Schmitz
Fernsehen zwischen Apokalypse und Integration. Zur Instrumentalisierung der Fernsehunterhaltung
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1995; 216 S.; brosch., 69,- DM; ISBN 3-7890-4010-XNach der Analyse verschiedener Definitionen des Begriffes "Unterhaltung" (u. a. nach inhaltlichen, formalen, ästhetischen und rezipientenbezogenen Kriterien) kommt der Autor zu dem Ergebnis, daß die begriffliche Unterscheidung von Unterhaltung und Information letztlich nicht gegeben sei. Eine Aufhebung dieser Differenzierung erscheine jedoch schwierig, da sie eingeschliffenen Gewohnheiten entspräche und systemfunktional sei, indem sie einerseits Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft widerspiegele, andererseits, indem sie bestimmten Interessen (wie und welchen, bleibt offen) diene. Vermutlich deshalb behält auch der Autor die Trennung der Begriffe bei und untersucht zunächst, inwiefern ein Zusammenhang zwischen Mythen und Unterhaltungsfernsehen besteht. Außerdem analysiert er den "Fernsehmenschen" und versucht, (politische) Funktionen und Wirkungen des Fernsehens zu bestimmen.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.333 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Manfred Schmitz: Fernsehen zwischen Apokalypse und Integration. Baden-Baden: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1695-fernsehen-zwischen-apokalypse-und-integration_1939, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1939
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA