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/ 18.06.2013
Johannes Jäger

Die rechtsextreme Versuchung

Münster u. a.: Lit 2002 (Politikwissenschaft 78); 213 S.; brosch., 17,90 €; ISBN 3-8258-5722-0
Der Autor, bis 1998 Professor am Fachbereich Sozialwesen der FH Münster, vertritt die These, dass sich die „rechtsextremistische Ideologie [...] auch in ihrer heutigen Form in ihren Grundzügen nicht von der nationalsozialistischen Weltanschauung" unterscheidet (5). Thematisch konzentriert er sich auf Ideologeme und Aktivitäten der so genannten Neuen Rechten, die in der Forschung als intellektuell getöntes, aber eher diffuses Spektrum zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus eingestuft wird. Jäger sieht dagegen sowohl in dem „Kampf um die Köpfe", also den erkennbaren politischen Konzepten der Neuen Rechten (46 ff.), als auch im „Kampf um die Straße", den vielfältigen Formen alltäglicher Gewalt gegenüber Fremden, weitgehende Annäherungstendenzen zwischen Rechtskonservatismus und Rechtsextremismus. Der Band schließt mit einer Diskussion von Konzepten und Handlungsstrategien gegen den Rechtsextremismus, die für Ausbau und Verstetigung niedrigschwelliger Sozialarbeit votiert.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.37 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Johannes Jäger: Die rechtsextreme Versuchung Münster u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18461-die-rechtsextreme-versuchung_21389, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21389 Rezension drucken
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