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/ 05.06.2013
Gerd Pfeiffer / Udo Burgermeister / Gerald Roth (Hrsg.)

Der verfaßte Rechtsstaat. Festgabe für Karin Graßhof

Heidelberg: C. F. Müller Verlag 1998; XIV, 412 S.; geb., 198,- DM; ISBN 3-8114-9198-9
Mit der Festschrift wird die jüngst aus ihrem Amt ausgeschiedene Richterin am Bundesverfassungsgericht geehrt. Graßhof gehörte dem Gericht von 1986 bis 1998 an und leitete das Dezernat für Wahlrechtsfragen. Für einen Band dieser Art ist es nicht unüblich, daß die Beiträge auch diejenigen Fragen reflektieren, die die Jubilarin einen wichtigen Teil des eigenen Lebens begleitet haben. Das gilt auch und insbesondere für den vorliegenden Band – wozu der Umstand beigetragen haben dürfte, daß elf der 22 Beiträge von ihren ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeitern stammen. Inhalt: I. Grundlagen einer gerechten Ordnung: Paul Kirchhof: Verfaßter Staat ohne verfaßte Gesellschaft? (3-25); Ralph Backhaus: Das Problem der "ungerechten Rechtsnorm" in der Antike – zugleich ein Beitrag zum Stellenwert des Naturrechts in der alten Welt (27-49). II. Wahlen in der Demokratie: Gerald Roth: Subjektiver Wahlrechtsschutz und seine Beschränkungen durch das Wahlprüfungsverfahren (53-68); Ernst Gottfried Mahrenholz: Über den Satz vom zwingenden Grund (69-85); Engelbert Niebler: Die Entwicklungen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Wahlrecht für den Deutschen Bundestag (87-108); Johann Hahlen: Repräsentative Wahlstatistik bei Bundestagswahlen (109-124). III. Verfassung, Verfahren und materielle Gerechtigkeit: 1. Gerichtsverfassung: Thomas Beck: § 169 Satz 2 GVG – ein Fossil in der heutigen Mediengesellschaft oder wichtiger denn je? (129-138). 2. Zivil- und Prozeßrecht: Udo Burgermeister: "Einfachrechtliche Richtigkeit" als Kriterium bei der Bestimmung des Schutzbereichs des Art. 103 Abs. 1 GG? (141-164); Bernhard Kapsa: Die Regel "Minima non curat praeter" im Lichte des Verfassungsrechts (165-184); Gerhart Kreft: "Greifbare Gesetzeswidrigkeit" – Gedanken zur Entlarvung eines Phantoms (185-197); Gisela Allstadt-Schmitz: Wenn die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut – ein Beitrag zur neuen Wissensverantwortung von Unternehmen (199-214); Peter Faßhauer: Zum Schmerzensgeldanspruch bei eigenmächtigem Aids-Test (215-221); Birgit Steinlehner-Stelzner: Zivilrichterliche Probleme in "Sachverständigenprozessen" (223-235). 3. Strafprozeßrecht: Kay Nehm: Die Akteneinsicht des inhaftierten Beschuldigten (239-253); Klaus Tolksdorf: Verwertungsanspruch wegen unterlassener Beschuldigtenbelehrung nur bei Widerspruch? (255-269); Gerd Pfeiffer: Zum strafrechtlichen Wiederaufnahmeverfahren (271-286). IV. Die Bundesrepublik Deutschland als Mitglied der Völkerrechtsgemeinschaft: Josef Isensee: Verfassungsnorm in Anwendbarkeitsnöten: Artikel 18 des Grundgesetzes – Grundrechtsverwirkung in rechtsdogmatischer Sicht und im internationalen Menschenrechtskontext (289-323); Kerstin Lubenow: Verfassungsrechtliche Schranken der Auslieferung in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (325-343); Wolfgang Heyde: Problem der Durchführung europäischen Rechts im nationalen Recht (345-354). V. Von den knappen Ressourcen der Rechtspflege: Siegfried Broß: Zu den Rahmenbedingungen einer Eindämmung der Prozeßflut – Welchen Beitrag können hierzu die Gerichte leisten? (357-366); Hans H. Klein: Überlegungen zu einer Entlastung des Bundesverfassungsgerichts (367-390); Karl-Hermann Zoll: Entlastungen des Bundesverfassungsgerichts durch die Fachgerichte (391-406).
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.32.322.3322.323 Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Gerd Pfeiffer / Udo Burgermeister / Gerald Roth (Hrsg.): Der verfaßte Rechtsstaat. Heidelberg: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7492-der-verfasste-rechtsstaat_9978, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9978 Rezension drucken
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