/ 20.06.2013
Philipp Gessler
Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalität
Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 2004 (Herder spektrum 5493); 158 S.; kart., 9,90 €; ISBN 3-451-05493-0In Deutschland lassen sich seit den 90er-Jahren neue antisemitische Entwicklungen beobachten. Diese will der „taz“-Journalist aufspüren und erläutern. Er unterscheidet zwischen rechtem, linkem sowie muslimischem Antisemitismus und arbeitet deren jeweilige Herkunft und Form heraus, was er an aktuellen Beispielen illustriert. Dabei behält er stets die Akteure des Antisemitismus und ihre Vernetzung in der Gesellschaft im Auge. Der Autor geht sowohl auf Ergebnisse der Antisemitismusforschung als auch auf selbst recherchierte Quellen ein. Als Ergebnis seiner journalistischen Analyse skizziert er zehn Punkte, die den neuen Antisemitismus ausmachen. Die Arbeit bietet einen leserfreundlichen Überblick über aktuelle Tendenzen des Antisemitismus in Deutschland und richtet sich an ein breites Publikum politisch Interessierter.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 2.35
Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Philipp Gessler: Der neue Antisemitismus. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21777-der-neue-antisemitismus_25752, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25752
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Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
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