/ 04.06.2013
Thomas Schürmann
Das Ende des Vorwärts. Eine Monographie über den Liquidationsprozeß der sozialdemokratischen Wochenzeitschrift zwischen 1975 und 1989
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1997 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XL, Kommunikationswissenschaft und Publizistik 63); 357 S.; brosch., 98,- DM; ISBN 3-631-31660-7Diss. Universität Münster. - Besaßen bzw. besitzen "institutionsgebundene Wochenzeitschriften aufgrund veränderter publizistischer, politischer und ökonomischer Marktbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland eine Existenzchance" (20)? Diese Frage untersucht der Verfasser beispielhaft am Niedergang des traditionsreichen sozialdemokratischen Vorwärts, dessen Einstellung 1989 im Alter von 113 Jahren vom SPD-Parteivorstand beschlossen wurde. Schürmann, der für die Darstellung die historisch-deskriptive Methode verwendet, kommt zu dem Schluß, daß "die Entwicklung des Vorwärts [...] keine singuläre und isolierte Entscheidung [darstellt], sondern [...] Pars pro toto für den Bereich der institutionsgebundenen politischen Wochenzeitschriften (zum Beispiel Bayernkurier, Rheinischer Merkur - Christ und Welt, Das Sonntagsblatt, Welt der Arbeit) [steht], die ebenso wie der Vorwärts keine kostendeckenden Einnahmen erzielen konnten" (283).
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.333 | 2.331
Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Thomas Schürmann: Das Ende des Vorwärts. Frankfurt a. M. u. a.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/4594-das-ende-des-vorwaerts_6443, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6443
Rezension drucken
Dipl.-Politologe.
CC-BY-NC-SA