/ 20.06.2013
Joachim Rotberg / Matthias Zimmer
Aus Liebe zu Frankfurt. Erinnerungen und Streiflichter aus 60 Jahren CDU. Hrsg. vom CDU-Kreisverband Frankfurt am Main
Frankfurt a. M.: Societätsverlag 2005; 328 S.; geb., 14,80 €; ISBN 3-7973-0943-0Diese Rückschau aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Frankfurter CDU solle auch der „Selbstvergewisserung in dem oftmals schnelllebigen politischen Alltag dienen“ (14), schreibt der Kreisvorsitzende Udo Corts. Das damit angesprochene Publikum ist ganz offensichtlich vor allem und wohl auch ausschließlich die eigene Klientel. Sie mag sich daran erfreuen, dass die Oberbürgermeisterin Petra Roth nicht nur auf dem Umschlag mit einem Foto vertreten ist, sondern auch mit weiteren neun (!) Abbildungen im Buch. Ein weiterer „Höhepunkt“ ist der Beitrag Erika Steinbachs, eigentlich Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Sie erinnert an die „Straßentyrannei der ‚68er’“ und schreibt, die durch die RAF verübten Morde seien „ideologisch und personell aus der Frankfurter Gewaltszene gespeist“ (204) gewesen – nur um noch schnell Joschka Fischer einen verbalen Schlag verpassen zu können. Es liegt wohl nahe, dass es sich bei dieser „Argumentation“ um eine kleine Rache an dem Außenminister handelt, dem sie politisch nicht gewachsen war. Schade, dass die Frankfurter CDU das immer noch nötig hat. Das Buch ist – abgesehen natürlich von einer möglichen Milieustudie – politikwissenschaftlich ohne Belang.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.331 | 2.325
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Joachim Rotberg / Matthias Zimmer: Aus Liebe zu Frankfurt. Frankfurt a. M.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24398-aus-liebe-zu-frankfurt_28135, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28135
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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