/ 04.06.2013
Wolfgang Eichhorn
Agenda-Setting-Prozesse. Eine theoretische Analyse individueller und gesellschaftlicher Themenstrukturierung
München: Verlag Reinhard Fischer 1996 (Kommunikationswissenschaftliche Studien 16); 211 S.; 39,- DM; ISBN 3-88927-177-4Diss. Hannover. - Seit den 70er Jahren wurde der Agenda-Setting-Begriff in der Kommunikationswissenschaft (und auch darüber hinaus) vielfältig rezipiert. In einem systematischen Überblick setzt sich Eichhorn mit der scheinbar "einfachen These" auseinander, "Medien würden (mit-)bestimmen, auf welche Probleme Menschen aufmerksam werden" (9). Indem er auf Konzepte der kognitiven Psychologie zurückgreift, entwickelt er ein "individuelles Modell der Themenstrukturierung" (8). Von politikwissenschaftlichem Interesse ist insbesondere der dritte Teil der Studie, in dem die Perspektive ausgeweitet wird auf gesellschaftliche Konsequenzen der Agenda-Setting-Prozesse. Im Mittelpunkt stehen hier das Verhältnis von Individuum zur Gesellschaft, die beteiligten Institutionen sowie der Verlauf von Themenstrukturierungsprozessen.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.22
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Wolfgang Eichhorn: Agenda-Setting-Prozesse. München: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3656-agenda-setting-prozesse_4868, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4868
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Dr., Politikwissenschaftler.
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