/ 19.06.2013
Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik (Hrsg.)
Zeit für Zeitpolitik
Bremen: Atlantik Verlag 2003; 136 S.; brosch., 9,80 €; ISBN 3-926529-38-5Das Phänomen des Zeitnotstandes ist weit verbreitet; es hat seine Ursachen u. a. in kaum oder gar nicht koordinierten externen Zeitstrukturen und -vorgaben. Diese werden nicht selten auch durch politische Entscheidungen und Vorgaben mit erzeugt. Die im Oktober 2002 in Berlin gegründete Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik (DGfZP) hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, Modelle und Ansätze zu entwickeln, die individuelle Zeitsouveränität zu erhöhen und eine entsprechende Zeitpolitik zu fördern. Das Buch dokumentiert die Gründungsveranstaltung. In den zumeist sehr kurzen Beiträgen werden die Ursachen und Rahmenbedingungen dieser Problematik analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das Spektrum reicht von der Arbeitszeitorganisation über die Fluglärmdebatte bis hin zu den Schwierigkeiten, die unterschiedliche Zeitwahrnehmung und die divergierenden Zeitbedürfnisse verschiedener Gruppen (z. B. von Kindern vs. Erwachsenen) zu koordinieren.
Aus dem Inhalt:
Zeitzustände - Ansichten und Kritiken
Karlheinz A. Geißler:
Das Unbehagen mit der Zeitkultur (13-19)
Christiane Müller-Wiechmann:
Zeitstrukturen und Partizipation (20-26)
Matthias Eberling:
Wer hat an der Uhr gedreht (27-32)
Sabine Hofmeister:
Zeitforschung ist Nachhaltigkeitsforschung - Zeitpolitik ist Nachhaltigkeitspolitik (33-42)
Elke Schünemann:
Alltag im Dauerlauf (43-48)
Gudrun Sahlender-Wulf / Herbert Wulf:
Zeitnot (49-57)
Uwe Becker:
Der Streit um den Nachtfluglärm (58-66)
Irmgard Herrmann-Stojanov:
Professionelle Sorgearbeit und das Problem knapper Zeit (67-71)
Zeitpolitik - Ansätze und Perspektiven
Christel Eckart:
Zeitpolitik für eine Kultur der Beziehungen (77-82)
Dietrich Henckel:
Die Koordination sozialer Zeiten (83-86)
Martina Heitkötter:
Die Zeit ist reif. Perspektiven einer an Zeitwohlstand orientierten Zeitpolitik (87-94)
Jürgen P. Rindspacher:
Unsere Freiheit im Umgang mit Zeitproblemen (95-102)
Martin Held:
Zeitkompetenz und Zeitpolitik für mehr Zeitwohlstand (103-109)
Ulrich Mückenberger:
Lokale Zeitpolitik - ein Gespenst geht um in Europa! (110-118)
Helga Zeiher:
Zeit für Kinder - Zeit der Kinder (119-125)
Ellen Kirner:
Märchen von einer besseren Zeitordnung (126-136)
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.343 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik (Hrsg.): Zeit für Zeitpolitik Bremen: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21005-zeit-fuer-zeitpolitik_24505, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24505
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA