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/ 20.06.2013
Andrea Brinckmann

Wissenschaftliche Politikberatung in den 60er Jahren. Die Studiengruppe für Systemforschung, 1958 bis 1975

Berlin: edition sigma 2006 (Gesellschaft – Technik – Umwelt N. F. 9); 240 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-89404-939-3
Überarb. sozialwiss. Diss. Hamburg; Gutachter: U. Troitzsch, G. Banse. – Die sozialhistorisch angelegte Arbeit versteht sich als Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Heidelberger Studiengruppe für Systemforschung (SfS), die in den 60er-Jahren eine bedeutende Rolle bei der Institutionalisierung der wissenschaftlichen Beratung von Politik inne hatte. Als einer der ersten Institutionen beschäftigte sie sich mit der Systemforschung. Ihr Wissenschaftsverständnis basierte auf dem Habermas’schen Modell der pragmatischen Politikberatung; ihr anfänglicher Aufgabenbereich war die Planungsforschung, es folgten verschiedene Sonderaufträge zu Reformvorhaben im Regierungs- und Verwaltungsbereich. Die Autorin zeichnet die Geschichte der Vorläuferorganisation des heutigen Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) nach. Ihr geht es dabei nicht um eine reine Institutionengeschichte, sondern darum, die politisch-historischen, wissenschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen aufzuzeigen sowie die Wechselwirkungen zwischen Politik und Wissenschaft und insbesondere die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Systemforschungsansatzes zu analysieren.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3432.3132.3315.2 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Andrea Brinckmann: Wissenschaftliche Politikberatung in den 60er Jahren. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25099-wissenschaftliche-politikberatung-in-den-60er-jahren_29051, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29051 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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