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/ 06.06.2013
Klaus-Peter Hufer / Ulrich Klemm

Wissen ohne Bildung? Auf dem Weg in die Lerngesellschaft des 21. Jahrhunderts

Neu-Ulm: AG SPAK 2002 (Kleine Reihe Materialien 150); 120 S.; 8,- €; ISBN 3-930830-28-0
Die Autoren - beide in der Erwachsenenbildung bei Volkshochschulen tätig - diskutieren kritisch die aktuellen Entwicklungen der Bildungspolitik und dabei insbesondere das populäre Konzept des lebenslangen und selbstgesteuerten Lernens. Sie kritisieren die ökonomische Indienstnahme eines Lernens, das als Aneignung von Wissenstatbeständen und nicht als umfassend verstandene Bildung konzipiert ist und bei dem kaum Raum für Kritik, noch weniger für Herrschaftskritik vorgesehen ist. Zugleich verdeutlichen sie, dass das mit selbstorganisiertem Lernen nicht das vor allem in den 70er-Jahren geforderte selbstbestimmte Lernen gemeint ist und kritisieren daran, dass es zu einer entsolidarisierten und individualisierten Gesellschaft, in der jeder mit jedem konkurriert, beiträgt. Inhaltsübersicht: Bildung als Volkssport - oder: Die neue Lust auf Lernen!?; Die deutschen Bildungskatastrophen; Zur internationalen Bildungsdiskussion: Globalisierung und lebenslanges Lernen; Zwischenbilanz auf dem Weg in das Jahrhundert der Bildung; Lebenslanges Lernen konkret: Weiterbildung zwischen Markt und Aufklärung.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3432.263 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Klaus-Peter Hufer / Ulrich Klemm: Wissen ohne Bildung? Neu-Ulm: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8828-wissen-ohne-bildung_20115, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20115 Rezension drucken
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