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/ 20.06.2013
Eva Baumann / Alexander Brink / Arnd T. May / Peter Schröder / Corinna Iris Schutzeichel (Hrsg.)

Weltanschauliche Offenheit in der Bioethik

Berlin: Duncker & Humblot 2004 (Erfahrung und Denken 94); 311 S.; 59,80 €; ISBN 3-428-11602-X
Der dem Medizinethiker Hans-Martin Sass gewidmete Sammelband bietet säkulare und theologische Perspektiven auf das Problemfeld der Bioethik. Die Herausgeber formulieren den Anspruch, „Dissense zuzulassen, Dissense auszuhalten und damit weltanschauliche Offenheit tatsächlich zu praktizieren“ (7). Dabei stehen erkenntnistheoretische Fragen im Mittelpunkt des Interesses: Wie nehmen wir Werte eigentlich wahr? Sehen und meinen wir dieselben? Und welchen Status haben Werte überhaupt: Sind sie kulturspezifische Ideale oder sind sie universell gültige Prinzipien? Die Autorinnen und Autoren suchen in einem spannenden Nebeneinander bioethischer Sichtweisen Antworten sowohl in der Theorie als auch anhand von konkreten Beispielen. Aus dem Inhalt: Eva Baumann / Alexander Brink / Arnd T. May / Peter Schröder / Corinna Iris Schutzeichel: Weltanschauliche Offenheit in der Bioethik: Eine kurze Einführung (11-20) A. Weltanschauliche Offenheit in der Theorie I. Säkulare Perspektiven Kurt Bayertz: Dissens in Fragen von Leben und Tod: Können wir damit leben? (23-36) Robert M. Veatch: Common Morality and Human Finitude: A Foundation for Bioethics (37-50) Dieter Birnbacher: Das Dilemma des bioethischen Pluralismus (51-64) Walther Ch. Zimmerli: Natur als technische Kultur: Veränderung der Ethik durch Gentechnik (65-80) Carmen Kaminsky: Kann man bio- und medizinethische Probleme lösen? (81-93) Peter Kampits: Offene Ethik angesichts des Lebensendes (95-112) II. Theologische Perspektiven Peter Dabrock: „Suchet der Stadt Bestes“ (Jer 29,7) - Transpartikularisierung als Aufgabe einer theologischen Bioethik - entwickelt im Gespräch mit der Differentialethik von Hans-Martin Sass (115-146) Christofer Frey: Person oder empirisch verstandenes Faktum? Zum Bild vom Menschen in seinen Anfängen (147-161) Ilhan Ilkilic: Der moralische Status des Embryos im Islam und die wertplurale Gesellschaft (163-176) B. Weltanschauliche Offenheit in der Praxis I. Herausforderungen im interkulturellen Kontext Ole Döring: Was bedeutet „ethische Verständigung zwischen Kulturen“? Ein philosophischer Problemzugang am Beispiel der Auseinandersetzung mit der Forschung an menschlichen Embryonen in China (179-211) Heiner Roetz: Muss der kulturelle Pluralismus einen substantiellen ethischen Konsens verhindern? Zur Bioethik im Zeitalter der Globalisierung (213-231) Uwe Fahr / Stella Reiter-Theil / Beatrix P. Rubin: Ethik, Weltanschauung, Wissenschaft. Zur Kontroverse um die Stammzellforschung (233-256) II. Herausforderungen der ärztlichen Praxis Erdmute Kunstmann / Ines Maas / Jörg T. Epplen: Nicht-direktive Beratung im Rahmen prädiktiver Diagnostik bei genetischen Risiken für Kinder? (259-270) Rita Kielstein: Differenzierte Selbstbestimmung bei der Organspende - ethische und rechtliche Konsequenzen einer empirischen Umfrage (271-290) Gerlinde Sponholz / Helmut Baitsch: Der Bochumer Arbeitsbogen zur medizinethischen Praxis und die Kluft zwischen Wissen und Handeln (291-303)
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.22.2632.682.235.44 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Eva Baumann / Alexander Brink / Arnd T. May / Peter Schröder / Corinna Iris Schutzeichel (Hrsg.): Weltanschauliche Offenheit in der Bioethik Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22757-weltanschauliche-offenheit-in-der-bioethik_25984, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25984 Rezension drucken
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