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/ 20.06.2013
Mark Leonard

Warum Europa die Zukunft gehört. Aus dem Englischen von Kurt Neff

München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2007 (dtv premium); 200 S.; kart., 15,- €; ISBN 978-3-423-24526-5
Freiheit, Frieden, Wohlstand, Demokratie: Das sind die Werte, die Europa verkörpert. In einer Welt, in der sich die Machtverhältnisse kontinuierlich verschieben und uns die Globalisierung stets vor neue Herausforderungen stellt, gehört dem Modell Europa die Zukunft - davon ist der Politikwissenschaftler Leonard überzeugt. Er vertritt die These, dass Europa „die dominierende politische Einflussgröße des 21. Jahrhunderts sein wird, weil es als einziges politisches Projekt der Welt das nötige Rüstzeug besitzt, um die zerrüttenden Auswirkungen der Globalisierung abmildern zu können“ (8). Er setzt sich für eine „selbstbewusste, weltoffene Europäische Union mit globalen Interessen [...] und globalem Verantwortungsbewusstsein“ (13) ein. Schritte auf dem Weg dorthin seien eine Reform der europäischen Volkswirtschaften, ein europäisches Außenministerium samt einem diplomatischem Dienst, die Öffnung der Grenzen für eine geregelte Zuwanderung, Umweltschutzmaßnahmen über das Kyoto-Protokoll hinaus, die Fortsetzung der Erweiterungspolitik sowie ein demokratischeres Prozedere in der EU. Für Leonard ist Europa ein Netzwerk, dessen Stärke in einem neuen Regionalismus liegt und das für ein ganz eigenes Verständnis von Macht steht. Die Zukunft werde eine neue Weltordnung bringen, die Zeit der Supermächte sei vorbei. Ein geeintes Europa, so sein Traum, wäre das beste Gegengewicht zu den USA.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.14.1 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Mark Leonard: Warum Europa die Zukunft gehört. München: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24936-warum-europa-die-zukunft-gehoert_28828, veröffentlicht am 16.08.2007. Buch-Nr.: 28828 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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