/ 20.06.2013
Peter Brandt / Arthur Schlegelmilch / Reinhard Wendt (Hrsg.)
Symbolische Macht und inszenierte Staatlichkeit. "Verfassungskultur" als Element der Verfassungsgeschichte
Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 2005 (Politik- und Gesellschaftsgeschichte 65); 408 S.; hardc., 39,80 €; ISBN 3-8012-4151-3Die Beiträge gehen auf eine Tagung am Promotionskolleg „Gesellschaftliche Interessen und politische Willensbildung – Verfassungswirklichkeiten im historischen Vergleich“ des historischen Instituts der FernUniversität Hagen zurück, die im Dezember 2002 stattfand. Drei Perspektiven auf Verfassungskultur stehen dabei im Zentrum: die Inszenierung der Macht durch politische Eliten, die kulturelle Praxis der Untertanen oder Bürger sowie intellektuelle Diskurse und der Kampf um die Deutungshoheit über die Verfassung. Die Herausgeber und Autoren legen dabei einen weiten historischen Horizont an, konzentrieren sich zwar auf die modernen Verfassungen seit der Französischen Revolution, beziehen aber auch weitergehende Beispiele aus der frühen Neuzeit mit ein. Damit wollen sie das Vorurteil widerlegen, dass die frühneuzeitlichen Verfassungen primär ein Kulturphänomen, die modernen Verfassungen dagegen ein Rechtsphänomen seien.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.1 | 2.21 | 2.3 | 2.313 | 5.33 | 2.61 | 2.68
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Peter Brandt / Arthur Schlegelmilch / Reinhard Wendt (Hrsg.): Symbolische Macht und inszenierte Staatlichkeit. Bonn: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21791-symbolische-macht-und-inszenierte-staatlichkeit_27066, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27066
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Dr., Politikwissenschaftler.
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